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STEINEGG: Gemeinsamer Testlauf

Als Novum in der Geschichte der beiden Verbände hielten der Bäuerinnen- und der Bauernverband von Innerrhoden am Samstag ihre Versammlungen gemeinsam ab.
Karin Erni
Ein Bild für die Geschichtsbücher: Präsidentin Rösi Räss und Präsident Sepp Neff an der ersten gemeinsamen Versammlung beider Verbände. (Bild: ker)

Ein Bild für die Geschichtsbücher: Präsidentin Rösi Räss und Präsident Sepp Neff an der ersten gemeinsamen Versammlung beider Verbände. (Bild: ker)

Der Regierende Innerrhoder Landammann Roland Inauen begrüsste in der Turnhalle von Steinegg 168 Bäuerinnen und Bauern sowie zahlreiche Gäste in «der schönsten dorfähnlichen Siedlung im Kanton», wie er seinen Wohnort scherzhaft nannte. Inauen beglückwünschte die Bäuerinnen und Bauern zur Idee einer gemeinsamen Hauptversammlung. Er bezeichnete das sorgfältige Vorgehen mit einer zweijährigen Testphase als vorbildlichen Prozess. «Besser kann man das nicht aufgleisen.»

Wahlen bei den Bäuerinnen

Beim Bäuerinnenverband gab es drei Demissionen zu verzeichnen. Aktuarin Sonja Knechtle und Heidi Inauen hatten ihren Rücktritt eingereicht. Für sie wählte die Versammlung Theres Manser und Irène Neff in den Vorstand. Revisorin Irma Mittelholzer stellte ihr Amt ebenfalls zur Verfügung. An ihre Stelle wählte die Versammlung Mechthild Grubenmann als erste Revisorin. Luzia Mock-Fritsche gewann die Wahl gegen Monika Fritsche-Ulmann und wurde damit zweite Revisorin.

Oberegger Sitz neu besetzt

Bauernverbandspräsident Sepp Neff führte zügig durch die Geschäfte. Im Vorstand des Bauernverbands gab es einen Wechsel zu verzeichnen. Rolf Bischofberger gab nach 13 Jahren den Oberegger Sitz ab. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Für ihn wählte die Versammlung Bruno Bischofberger. Stefan Müller sah sich als Mitglied der Regierung in einem Interessenkonflikt und stellte sein Amt als zweiter Revisor zur Verfügung. Für ihn wählte die Versammlung Bruno Fritsche.

Die Jahresrechnung 2015 schloss mit einem Gewinn von knapp 35 000 Franken. Das Eigenkapital erhöhte sich auf knapp 505 000 Franken.

Hoferbad auf Kurs

Das Areal Hoferbad, das dem Bauernverband gehört, wird aktuell von der UFA und der Landi genutzt. Die UFA stellt den Betrieb der Futtermühle in Appenzell per Ende 2016 ein und verlagert den Betrieb nach St. Margrethen. Die Landi hofft, Ende 2017 ihren Neubau im Gebiet Mettlen beziehen zu können. Gemäss Sepp Neff will man mit dem Kanton, den man als verlässlichen und fairen Partner schätze, ein gemeinsames Projekt mit einem grossen Wohnungsanteil realisieren. Das Land werde im Baurecht abgegeben und sichere so dem Bauernverband längerfristig die Finanzen.

Die Versammlung ermächtigte den Vorstand einstimmig, mit dem Kanton weitere Verhandlungen über das Areal Hoferbad zu führen und auf die Hauptversammlung 2017 hin einen definitiven Baurechtsvertrag auszuhandeln.

Reden der Gäste

Die Regierende Frau Hauptmann des Bezirks Appenzell, Lydia Hörler, wagte sich in Steinegg «auf feindliches Gebiet», wie sie scherzhaft sagte. Sie nutzte die spezielle Grenzsituation von Appenzell, Rüte und Schwende als Aufhänger, um sich Gedanken über eine allfällige politischen Neustrukturierung in Innerrhoden zu machen. Landeshauptmann Stefan Müller skizzierte drei verschiedene Modelle, wie Bauern in schwierigen Zeiten von tiefen Marktpreisen und sinkenden Direktzahlungen erfolgreich sein könnten. Markus Ritter informierte als Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes über nationale Themen wie die Initiative für Ernährungssicherheit, die Änderung der Raumplanungsgesetzes und das Gentech-Moratorium.

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