STEIN: Sich eventuell aufs Kreuz legen lassen

MidnightSports Obertoggenburg lud am Samstag zum Midnight-Plauschschwingen im Schwingkeller in Stein. Einige Jugendliche stiegen ins Sägemehl und wagten einen abendlichen Hosenlupf.

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Nach anfänglichem Zögern haben sich dann doch noch einige Jugendliche ins Sägemehl gewagt. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Nach anfänglichem Zögern haben sich dann doch noch einige Jugendliche ins Sägemehl gewagt. (Bilder: Silvia Bollhalder)

Um halb neun sollte das Plauschschwingen beginnen. Einige Jugendliche hatten sich um das Mehrzweckgebäude in Stein ­versammelt, im Schwingkeller herrschte aber gähnende Leere. Nur die beiden Initiatoren Sammy Abderhalden und David Lieberherr warteten auf Gegner. Die beiden Jugendlichen sind ­leidenschaftliche Schwinger im Schwingclub Wattwil. Begeistert nahmen sie die Idee von Kollege Roger Kuhn auf, im Rahmen ­ der MidnightSports-Turnabende einen Plauschwettkampf ihrer Lieblingssportart durchzuführen. Unterstützt wurden sie dabei vom Leiterteam von MidnightSports Obertoggenburg.

Guten Anklang findet der Anfang Saison eröffnete Jugendraum. Die Jugendlichen messen sich im Billard oder am Töggelikasten oder schauen einen Film .

Eben da verweilte ein Grossteil der jungen Erwachsenen am frühen Samstagabend. Zwischendurch schauten sie im Schwingkeller vorbei. Den Mut, sich eventuell aufs Kreuz legen zu lassen, fanden viele nicht. Erst als die Coaches Sammy und David auf ihre Kollegen zugingen und sie herausforderten, traute sich der eine oder andere. Auch wenn sie gegen die Profis nur wenig Chance hatten, machte es den Teilnehmern Spass. Einige Mädchen, die erst nur zum Anfeuern gekommen waren, zogen die Schwinghosen über und wagten unter der Anleitung von Sammy Abderhalden einen Lupf. Er zeigte ihnen Techniken wie den Hüfter und erklärte, worauf es beim Schwingen ankommt. Auch wie man sich begrüsst, verabschiedet und den Verlierer vom Sägemehl befreit. Er erklärte, dass Grösse und Gewicht zwar Einfluss hätten, die Technik aber entscheidend sei. Diese passe man auch der Statur des Gegenübers an. Obwohl die Teilnehmenden die Tipps gut anwandten, hatten sie gegen David keine Chance. Dieser ging als Sieger hervor, gefolgt von Sammy. Drittplatzierter und erster «Nichtschwinger» war Roger Kuhn. Für die beiden Organisatoren war der Abend trotz etwas enttäuschender Teilnehmerzahl gelungen. Sie hatten einen lustigen Abend und konnten sich für das erste Turnier nach der Winterpause aufwärmen.

Auch Projektleiterin Elisabeth Meyer, die noch während des Anlasses fleissig die Accounts auf Sozialen Medien mit Fotos und Videos aktualisierte, freute sich über das Engagement der Jungen. Sie steckt mitten in der Planung des ersten Sommeranlasses von MidnightSports Obertoggenburg. Nach Saisonschluss am 1. April dürfen sich die jungen Erwachsenen aus der Region auf einen erlebnisreichen Outdoor-Anlass freuen. Dieser wird am ­ 8. und 10. Juni auf in Nesslau stattfinden.

Silvia Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch