STEIN: Orientalisches Märchen

«Ali Baba und die 40 Räuber» wird im Rahmen der Schulprojektwoche aufgeführt. Gestern probten die 80 Schulkinder erstmals das Musiktheater gemeinsam auf der Bühne.

Andy Lehmann
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Noch fehlen die orientalischen Gewänder für das musikalische Theaterstück aus Tausendundeiner Nacht. (Bild: Andy Lehmann)

Noch fehlen die orientalischen Gewänder für das musikalische Theaterstück aus Tausendundeiner Nacht. (Bild: Andy Lehmann)

Orientalische Köstlichkeiten, ein Basar mit Fakir und Schlangenbeschwörern sowie das Musiktheater sind Thema der Schulprojektwoche. Seit Januar laufen die Vorbereitungen für das Bühnenprogramm. «Wir wollten kein typisches Prinzessinnenmärchen aufführen. Bei ‹Ali Baba und die 40 Räuber› ist für die Buben genug Action dabei, und die Mädchen können tanzen», sagt Fabienne Holzner. Sie ist als Kindergärtnerin in Stein tätig und leitet mit dem Primarlehrer Thomas Gumpp das Projekt. Die beiden haben sich die Aufgaben klar aufgeteilt. Während er sich um  schauspielerische Belange kümmert, ist sie für alles Organisatorische zuständig. Ebenfalls im Team ist Hanspeter Masina. Als Primarlehrer in Appenzell hatte er einige Musiktheater mit seinen Schülern inszeniert. In der Vorbereitungsphase durften die Lehrkräfte auf tatkräftige Unterstützung von Eltern zählen. In verschiedenen Ateliers wurden Kulissen gebastelt, in der Nähstube entstanden Kostüme, und in der Schulküche duftet es orientalisch.

Rollenverteilung und eigene Souffleuse
Nachdem die Kinder der beiden Kindergärten und der ersten und zweiten Klasse zu Beginn des Jahres mit dem Märchen «Ali Baba und die 40 Räuber» und dem Leben im Orient vertraut gemacht wurden, galt es die Theaterrollen zu verteilen. «Um die Hauptrollen zu besetzen, haben wir ein Casting durchgeführt. Die Kinder konnten sich für eine der Rollen bewerben und wurden von den Mitschülern mit Punkten bewertet. Das eine oder andere Tränchen floss schon, wenn man die gewünschte Theaterrolle nicht bekam» sagt Fabienne Holzner. Glück im Unglück hatte die Schülerin Lea Preisig. Sie brach sich ein Bein. Da sie gut auswendig lernen kann, bot ihr das Team den Job als Souffleuse an. Nun sitzt sie während der Gesamtprobe vorne am Bühnenrand und unterstützt tatkräftig ihre «Theatergspänli».

Nach vielen Einzelproben in den jeweiligen Klassen stand gestern die erste Gesamtprobe an. Rund 80 Kinder sassen auf Turnbänkchen vor der Bühne und wurden von Thomas Gumpp instruiert. Die Kinder trugen farbige Bänder am Arm. Diese zeigten die verschiedenen Theaterrollen, wie etwa Räuber, Musiker oder Chor, an. Auch auf der Bühne waren farbige Markierungen auf dem Boden angebracht,  damit alle wissen, wohin sie stehen müssen. Die Probe vor den orientalischen Kulissen konnte beginnen. Ab und zu wurde diese unterbrochen, um kleine Korrekturen anzubringen oder Szenen zu wiederholen.
«Das Musiktheater wird morgen als Hauptprobe den Schülern aus Hundwil gezeigt. Am Abend findet die Hauptaufführung für Eltern und Verwandte statt.»

Hinweis:
Aufführung des Musiktheaters: Donnerstag, 16. März, 19.30 Uhr im MZA Stein. Basar mit Kebab ab
18 Uhr offen.