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STEIN: Jetzt gilt: Alles oder nichts

Die Genossenschaft, welche das neue Alterszentrum im Paradiesli erstellen will, wurde gegründet. Nun ist sie auf der Suche nach Kapital. Misslingt die Finanzierung, ist das Projekt gescheitert.
Astrid Zysset
Das jetzige Altersheim in Stein wird in Bälde schliessen. Eine mögliche Nachfolgelösung wurde nun initiiert. (Bild: Ralph Ribi)

Das jetzige Altersheim in Stein wird in Bälde schliessen. Eine mögliche Nachfolgelösung wurde nun initiiert. (Bild: Ralph Ribi)

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Optimismus machte sich breit: Die siebenköpfige Verwaltung der Genossenschaft «Wohnen im Paradiesli Stein/AR» sprach an der öffentlichen Informationsveranstaltung am Donnerstagabend in der Mehrzweckanlage davon, dass bereits in einem Jahr Baubeginn für das neue Alterszentrum sein soll. Es gehe darum, Perspektiven zu entwickeln, Arbeitsplätze zu schaffen, so Marcel Walker, zuständig für die Kommunikation. Und: Man wolle jetzt die Leute dazu animieren, Anteile zu zeichnen. Eine Genossenschaft soll nämlich die Infrastruktur für das neue Alterszentrum realisieren. «Wir sind in dem Sinne eine Immobiliengesellschaft», so Walker. Zusammen mit der Gemeinde werde sie den Betreiber stellen: die Stiftung Altersbetreuung Herisau. Diese mietet und führt nach der Fertigstellung das Alterszentrum.

Doch zuerst gilt es, das notwendige Geld zusammenzubekommen. 12,5 Millionen Franken betragen die Anlagekosten – ohne den Landkauf. Zwei Millionen würde die Gemeinde in Form eines Darlehens zur Verfügung stellen, 6,8 Millionen kämen durch Hypotheken zusammen und 3,75 Millionen müsste die Genossenschaft beitragen. Walker spricht davon, dass etwa drei Millionen hauptsächlich durch Private gezeichnet werden müssten. Die restlichen 750000 Franken stellten sich durch einen Gemeindezustupf von 250000 Franken und durch Beiträge von Stiftungen zusammen. Der Grossteil dieser drei Millionen müsste bis im kommenden Sommer gezeichnet sein. «Dann ziehen wir Bilanz», so Walker. «Sind wir knapp darunter, sammeln wir weiter. Sind wir weit von den drei Millionen entfernt, ist das Projekt Alterszentrum vom Tisch.» Dann liegt der Ball bei der Gemeinde. Sie ist verpflichtet, gemessen an den Einwohnerzahlen, ausreichend Pflegeplätze zur Verfügung zu stellen. Gemeindepräsident Siegfried Dörig, der an der Veranstaltung ebenfalls zugegen war, rechnet damit, dass dies etwa 25 bis 30 Plätze in zehn Jahren sein werden. Bislang verfügt die Gemeinde über ein eigenes Alters- und Pflegeheim. Das Büel steht jedoch kurz vor der Schliessung. «Die Frage ist nur, wann», so Walker. Die Liegenschaft ist in die Jahre gekommen, eine Nachfolgelösung drängt sich auf. Verfügt eine Gemeinde nicht über ein eigenes Alters- und Pflegeheim, kann sie Plätze bei Nachbargemeinden «einkaufen». «Diese Lösung wird aber auf lange Sicht bestimmt nicht günstiger als der Neubau im Paradiesli», stellt Walker klar. Entstehen soll im «Paradiesli» ein z-förmiges Gebäude mit insgesamt 32 Pflegezimmern und 15 Alterswohnungen. Letztere erstellt die Paul Preisig AG. Paul Preisig selbst spricht davon, dass es 2,5- und 3,5 Zimmerwohnungen zu voraussichtlich 1300 respektive 1500 Franken Miete geben wird. Die Pflegezimmer sind alle etwa gleich gross (22 Quadratmeter) und verfügen über eine eigene Loggia. Aktuell sei man daran, dem Kanton gewünschte Präzisierungen nachzuliefern. Architektin Astrid Haller rechnet damit, dass in wenigen Wochen die Pläne in die zweite Vorprüfung geschickt werden können. Was anschliessend folgt, ist die Abstimmung über die Teilzonenplanänderung von WG 2 auf WG 3. Gleichzeitig würde dann auch der Gestaltungsplan öffentlich aufgelegt. Der politische Prozess umfasst noch den Kauf des Bodens durch die Gemeinde. Jener würde anschliessend das Grundstück im Baurecht der Genossenschaft abgegeben. Erst wenn «alle Ampeln auf Grün stehen», so Walker, erhalten die Genossenschafter tatsächlich einen Einzahlungsschein, mit welchem sie ihre Beiträge dann auch überweisen können. Und: Der Baustart würde anstehen.

Hinweis

Die Gemeinde informiert ihrerseits am 21. März über ihr Mitwirken an der Erstellung des Alterszentrums. Zeit und Ort der Informationsveranstaltung werden noch bekanntgegeben.

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