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STEIN: Holzschindelfassade und Stararchitektur

Der Heimatschutz AR wählt an der Hauptversammlung Thomas Fuchs in den Vorstand.
Regierungsrat Alfred Stricker im Gespräch mit Eva Louis. (Bild: ALE)

Regierungsrat Alfred Stricker im Gespräch mit Eva Louis. (Bild: ALE)

Vom Saal der Mehrzweckanlage Stein, dem Tagungsort des Heimatschutzes AR vom vergangenen Freitagabend, sieht man direkt zur geschützten Häuserzeile neben der reformierten Kirche. Obfrau Eva Louis veranschaulichte in ihrer Begrüssungsrede die Situation von Stein und zeigte die baulichen Veränderungen. «Verdichtetes Bauen ist wichtig, aber man muss sorgsam damit umgehen», sagte Eva Louis. In ihrem Jahresbericht hob sie unter anderem die Exkursion nach Arenenberg mit den prächtigen Fachwerkbauten und der idyllischen Lage des Dorfes am Untersee hervor. Ein wichtiges Anliegen des Heimatschutzes ist die Pflege des Ortsbildes. Die Berit-Klinik Speicher diente den Ortsbildberatern zu Weiterbildungszwecken. Sie bekamen Einblick in den fünfjährigen Entstehungsprozess und erfuhren Wissenswertes über den komplexen Neubau. Im vergangenen Jahr investierte der Heimatschutz rund 40 000 Franken in neue Holzschindelfassaden und weitere fachgerechte Renovationen.

Nach 14 Jahren verlässt Moritz-Flury-Rova den Vorstand. Er war Aktuar und hatte die Vertretung in der kantonalen Denkmalkommission inne. Eva Louis würdigte seine Arbeit und verdankte diese mit einem Präsent. Als Nachfolger wurde Thomas Fuchs, Kurator Museum Herisau, in den Vorstand gewählt. Die Kasse schliesst mit einem Minus von 8000 Franken. Der Verlust liegt 1500 Franken über Budget.

Im Anschluss an die Hauptversammlung begrüsste Eva Louis den Referenten Ákos Moravánszky. Er ist Professor am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich. In seinem Vortrag «Fluchtorte der Baukultur. Heimatschutz und die Krise der Stararchitektur» sagte er unter anderem: «Wir sehen die Geschichte nicht mehr als unerschütterliches Faktum, sondern als eine von Historikern vermittelte und von Interessen gesteuerte Darstellung. Diese muss immer wieder hinterfragt, revidiert und neu geschrieben werden. Dies betrifft auch die Grundsätze der Denkmalpflege. Es ist wichtig, alte Bauten nicht als authentische Dokumente eines historischen Augenblicks unter der Käseglocke der Denkmalpflege aufbewahren zu wollen. Sie tragen immer Spuren der späteren Ereignisse und sind durch architektonische Eingriffe späterer Epochen mit der Gegenwart verbunden.» (ale)

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