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STEIN: Ein Zäuerli zum Abschied

Seit 2005 hat sich Martin Preisig als Präsident des Kantonalverbandes Appenzellischer Viehzuchtgemeinschaften für die braune Kuh engagiert. Nun hat ihn Jakob Fuster in seinem Amt abgelöst.
Martin Brunner
Die Kühe von 13 Bauern erreichten eine Lebensleistung von über 10 (Bilder: MBR)

Die Kühe von 13 Bauern erreichten eine Lebensleistung von über 10 (Bilder: MBR)

Martin Brunner

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Stimmungsvoll ging die Zeit von Martin Preisig als Präsident des Kantonalverbandes Appenzellischer Viehzuchtgemeinschaften zu Ende. Als Anerkennung für seine Leistungen beschenkten ihn die 91 Delegierten an der DV in Stein nicht nur mit der Ehrenmitgliedschaft, sondern sangen allein für ihn ein Zäuerli. Das bewegte nicht nur den scheidenden Präsidenten, sondern auch den Landeshauptmann von Appenzell Innerrhoden, Stefan Müller. «Die Viehzucht ist das Herz der Landwirtschaft», sagte er.

Seit 2002 gehört Preisig dem Verband an. Ab 2004 vertrat er ihn bei Braunvieh Schweiz. 2005 wurde er dessen Präsident. «Ich erlebte diese Zeit als sehr bereichernd», sagte er. «Wir konnten im Interesse der Viehzucht immer konstruktiv zusammenarbeiten.» Als engagiert und motiviert beschrieb Reto Grünenfelder den Präsidenten. «Seine Vorliebe waren die Zuchtfamilien, von denen er immer wieder begeistert war», sagte der Präsident von Braunvieh Schweiz. «Er zeichnete sich aber auch aus durch sein breites Wissen, seine klaren Meinungen und seine praxisbezogene Haltung.» Als neuen Präsidenten wählten die Delegierten Jakob Fuster aus Eggerstanden. Da auch Eugen Schläpfer aus Wolfhalden seinen Rücktritt erklärt hatte, wählten sie Hansueli Widmer aus Wald und Ruedi Frehner aus Schwellbrunn in den Vorstand. Neuer Revisor ist Christian Graf.

Am Erfolg arbeiten

Martin Preisig betonte, dass die Schweizer Landwirtschaft bemüht sei, auf Antibiotika zu verzichten. «Seit 2008 ist der Verbrauch um 45 Prozent gesunken, allein im Jahr 2016 um neun Prozent», sagte er. «Zudem ist man bestrebt, andere Heilmethoden einzusetzen, in erster Linie die Homöopathie.» Deshalb ärgerte er sich über Freihandelsabkommen. Dann würden Tierwohl, Artenschutz, Einsatz von Antibiotika, Wachstumshormonen und Pestiziden sowie die Nachhaltigkeit plötzlich keine Rolle mehr spielen. Stark fallende Preise wären zudem eine Folge. «In der Landwirtschaft kommen wir immer wieder an die Grenzen der Arbeitsbelastung. Mit einer Grenzöffnung müssten wir die Zeche bezahlen für die gesamte Wirtschaft.» Zum Thema Zucht betonte er, wie wichtig die Erfassung der Gesundheitsdaten sei, damit diese für den Zuchtwert eingesetzt werden könnten. «Es ist unumgänglich für unsere Rasse, dass wir im Bereich Gesundheit zu den Besten gehören. Wenn wir konstant an genau definierten Zielen arbeiten, dann stellt sich auch der Erfolg ein.»

Leistungsstarke Kühe

Wie stark die Zucht im Appenzellerland verankert ist, zeigten in diesem Jahr 13 Bauern. Martin Preisig ehrte sie für ihre Kühe, welche die Grenze von 100000 Kilo Milch Lebensleistung überschritten haben. Er erwähnte aber auch weitere 19 Kühe mit einer Lebensleistung von über 115000 Kilo Milch. Dazu gehört die Ausnahmekuh Sissi (Vater Patcho) von Hansueli Lanker aus Waldstatt. «185190 Kilo Milch hat diese Kuh in ihrem Leben produziert», sagte Preisig. «Das ist schweizweit die zweithöchste je erbrachte Leistung.» Das freute auch Reto Grünenfelder, der das Appenzellerland als Schweizer Meister der Wirtschaftlichkeit bezeichnete. Um solche erfreulichen Resultate zu erhalten, forderte er die Züchter auf, gemeinsam an der Weiterentwicklung der im Vergleich zu anderen kleinen Rassengruppe zu arbeiten. Nicht zuletzt ging bei der zwölften Austragung der Fitness-Star Berg zum sechsten Mal ins Appenzellerland. Zudem wurden im letzten Verbandsjahr 15 weibliche Zuchtfamilien bewertet. Die Auszeichnung für ihr Betriebsmanagement erhielten Hans Looser aus Urnäsch und Christian Sprecher aus Wald.

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