STEIN: Die Museumsfamilie feiert

Zum 30-jährigen Jubiläum treffen sich ehemalige und aktuelle Verantwortliche und Mitarbeiter des Appenzeller Volkskundemuseums zu einer Feier. Die Ereignisse der Gründungszeit sind noch immer präsent.

Karin Erni
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Die Ehemaligen hatten Freude am Wiedersehen. Sie hatten sich viel zu erzählen. (Bild: Karin Erni)

Die Ehemaligen hatten Freude am Wiedersehen. Sie hatten sich viel zu erzählen. (Bild: Karin Erni)

Am 27. Mai 1987 war das Appenzeller Volkskundemuseum Stein feierlich in der Grubenmannkirche eröffnet worden. Knapp 30 Jahre später folgten rund 50 Leute der Einladung von Geschäftsführerin Sandra Nater, um dieses Jubiläum im Museum zu feiern. Unter den Gästen waren ehemalige und aktuelle Mitarbeitende, Verwaltungsräte und einige Gründungsmitglieder.
Eines von ihnen war der damalige Steiner Gemeindepräsident Hans Koller. Er schilderte lebhaft, wie er und vier weitere Leute in Eigeninitiative das Bauland hinter dem Gemeindehaus gesichert hatten, weil der Gemeinderat von Stein nicht über die nötige Finanzkompetenz verfügte. Der Preis betrug 40 Franken pro Quadratmeter. «Was heute ein Schnäppchen scheint, war damals ein stolzer Betrag», so Koller.

Rückblick in die bewegte Geschichte
Ursprünglich wollte das Ende der 1970er-Jahre gegründete Konsortium ein Gewerbehaus mit Restaurant, Alpkäserei und Läden bauen. Doch Verhandlungen mit der Schaukäserei scheiterten. Ständerat Hans Ulrich Baumberger und Hanspeter Egli, Geschäftsführer der Schaukäserei, unternahmen mit einigen Steinern einen neuen Anlauf. Statt eines Gewerbehauses sollte ein Zentrum für bäuerliches Leben und Volkskunst entstehen. Die Stiftung für Appenzellische Volkskunde entschied, Teile ihrer Sammlung in Stein auszustellen. Es wurde ein Patronatskomitee gegründet und Geld gesammelt. Am 27. November 1982 fand die Gründerversammlung statt. 177 Genossenschafter hatten Anteilscheine für 838 000 Franken gezeichnet. Es konnte ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden, den die Architekten Von Euw, Peter und Prim gewannen. Die Baubewilligung für das Museum wurde 1984 erteilt.

Ein Film des Schweizer Fernsehens von der Eröffnung sorgte für einige Lacher. Präsidentin Simone Tischhauser blickte auf die letzten 30 Jahre zurück. Sie würdigte die vier ehemaligen Präsidenten, von denen Hans-Rudolf Merz und Heinz Stamm anwesend waren, und erwähnte die Umbauprojekte wie Dach- und Fassadenrenovation 2010, den Einbau der Käsezelle 2013 oder die neue Platzgestaltung, die 2016 erfolgt war.

Sandra Nater vermittelte den Anwesenden einen Ausblick in die Zukunft. Die Modernisierung des Museums gehe weiter, die Planungsphase sei bereits im Gange. «Das Museum muss noch attraktiver werden.»