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STEIN: Auf Tells Spuren

Der Armbrustschützenverein Stein feiert mit einem Fest sein 150-Jahr-Jubiläum. Er ist der älteste Armbrustschützenverein der Schweiz. Seine Beständigkeit hat er einer wichtigen Tatsache zu verdanken.
Alessia Pagani
Der 16-jährige Jungschütze Robin Bleiker vom Armbrustschützenverein Stein kann immer wieder gute Resultate vorweisen. (Bilder: Alessia Pagani)

Der 16-jährige Jungschütze Robin Bleiker vom Armbrustschützenverein Stein kann immer wieder gute Resultate vorweisen. (Bilder: Alessia Pagani)

Alessia Pagani

alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

Nach und nach trudeln die jungen Erwachsenen ein, streifen sich ihre Jacken und Hosen über, knien auf den Boden und legen an. Bevor es an den ersten Schuss geht, heisst es: Anvisieren, anpassen, überprüfen. Nach mehreren Probeschüssen geht es los. Rund 20 Mal legen die Jugendlichen ihre rund zehn Zentimeter langen Pfeile nach, holen die Zielscheibe immer wieder zurück und überprüfen die geschossene Punktzahl.

An diesem Dienstagabend werden nicht alle Jungschützen zum Training erscheinen. Was aber nicht weiter schlimm ist. Anzahlmässig gibt es noch genügend Teens und Jugendliche in Stein, die sich für das Armbrustschiessen interessieren. «Wir haben das Glück, dass wir in den vergangenen Jahren immer vier bis sechs Jungschützen zählen konnten», so Florian Ehrler. Der 25-Jährige ist seit Kindsbeinen im Armbrustschützenverein Stein. Seit rund vier Jahren ist er dessen Präsident. Heuer feiert der älteste Armbrustschützenverein der Schweiz sein 150-Jahr-Jubiläum. An den kommenden drei Wochenenden wird ein Jubiläumsschiessen durchgeführt. Rund 45 Vereine mit knapp 400 Schützen haben sich angemeldet. «Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen, und mehr über das Armbrustschiessen zu erfahren», so Ehrler. Eine Festwirtschaft vervollständigt die Jubiläumsanlässe.

Jungschützenleiter machen gute Arbeit

15 aktive Schützen und 6 Jungschützen zählt der Armbrustschützenverein Stein momentan. Der Verein sei zwar alt, aber doch irgendwie jung. «Unsere älteren Vereinsmitglieder sind zwischen 30 und 60 Jahre alt. Im Vorstand sind nur Junge. Das ist eine luxuriöse Situation», so Ehrler. Vor etwa 16 Jahren sah die Lage anders aus. Nachwuchsprobleme machten den Steiner Armbrustschützen zu schaffen. «Wir konnten die Jungschützen nicht halten.» Viele seien nach der abgeschlossenen Lehre abgesprungen oder hätten sich anderen Hobbys gewidmet. «Den Jungschützenleitern muss man ein Kränzchen winden.» Sie seien mit so viel Herzblut und Engagement bei der Sache, dass die Jungen im Verein blieben. «Es ist wichtig, dass die Jungschützen Erfolgserlebnisse haben, dass man sie an Wettbewerbe mitnimmt und ihnen eine Chance gibt.» Mittlerweile kann der Verein jedes Jahr ein bis zwei Jungschützen zu den Aktiven überführen.

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