Stausee scheiterte vor der Landsgemeinde

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Blick auf das Kraftwerk Kubel, welches mit Wasser aus dem Gübsensee und demnach auch aus der Sitter gespeist wird. (Bild: PD)

Blick auf das Kraftwerk Kubel, welches mit Wasser aus dem Gübsensee und demnach auch aus der Sitter gespeist wird. (Bild: PD)

Appenzell Durchaus ist es so, dass die Innerrhoder einst überlegten, den Nachbarn das Wasser abzugraben und Profit aus der Sitter zu schlagen. Doch das Projekt Lanksee, ein Stausee nördlich von Appenzell, wurde vom Innerrhoder Souverän 1922 an einer ausserordentlichen Landsgemeinde abgelehnt und daher nie realisiert. Das Volk erachtete den Kulturlandverlust als schwerwiegender als die Einnahmen aus den Wasserzinsen. Nachzulesen ist dies im dritten Band der «Appenzeller Geschichte» und unter «Zeitzeugnisse.ch». Demnach hätte der geplante Stausee eine Länge von drei Kilometern gehabt, und er sollte von der Mettlenbrücke bei Appenzell bis zum Katzenschwanz unterhalb des Hargartens reichen. Die breiteste Stelle hätte 700 Meter gemessen, was letztlich gesamthaft betrachtet einen See zur Folge gehabt hätte, der neunmal so gross wie der Seealpsee gewesen wäre. Bei der Höhe der Staumauer ging man von 33 Metern aus.

Der steigende Strombedarf in Appenzell Innerrhoden führte schliesslich 1951 zu einem Anschluss an die SAK. (rf)