Die neue Lichtsignalanlage am Teufner Bahnhof lässt Autofahrer warten

Seit Anfang Mai regelt eine Lichtsignalanlage auf der Bahnhofskreuzung Teufen den Verkehr und sorgt für mehr Sicherheit. Die Geduld der Autofahrerinnen und Autofahrer wurde teilweise auf die Probe gestellt. Die Verantwortlichen haben reagiert.

Margrith Widmer
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Wegen der neuen Lichtsignalanlage beim Teufner Bahnhof kam es teilweise zu langen Staus.

Wegen der neuen Lichtsignalanlage beim Teufner Bahnhof kam es teilweise zu langen Staus.

Alessia Pagani

Kürzlich wurde beim Bahnhof Teufen eine neue Lichtsignalanlage installiert. Dies führte teilweise zu grösseren Staus. Am 27. Mai begann der Stau um zirka 13.10 Uhr bereits nach dem Haslen-Kreisel – eine eher ungewohnte Situation. Vor der Bahnhofskreuzung standen auf allen drei Strassen Autokolonnen – kein Zug war auf dem Bahnhofsareal, aber kurz vor der Kreuzung stand eine aus Richtung St.Gallen kommende Komposition – ebenfalls bockstill. Als die Autolenkerinnen und Autolenker merkten, dass das Lichtsignal unnachgiebig blieb, wagten sie sich zögerlich über die Kreuzung. Der Verkehr floss wieder. Eine halbe Stunde später kurzfristig immer noch dasselbe Bild – doch dann kam Erlösung in Form einer blinkenden Gelbphase. Dies war laut der Fachabteilung der Appenzeller Bahnen aber eine «ganz normale Rotphase für zwei Zugfahrten».

Installationen am Lichtsignal

Erika Egger, Leiterin Marketing und Kommunikation der Appenzeller Bahnen

Erika Egger, Leiterin Marketing und Kommunikation der Appenzeller Bahnen

Benjamin Manser

Und das sagt die Leiterin Marketing und Kommunikation und Geschäftsleitungsmitglied der Appenzeller Bahnen, Erika Egger, zu der etwas längeren Rotphase plus Staus an der nun dank des neuen Lichtsignals immerhin sichereren Kreuzung:

«Offenbar waren Installationen am Lichtsignal getätigt worden, was zur Folge hatte, dass die Bahn ebenfalls vor einem Halt zeigenden Signal stand.»

Gemäss den vorgeschriebenen Prozessen sei man daraufhin langsam über die Kreuzung gefahren, was eine aufwendige Absprache zwischen Betriebszentrale und Lokführer erforderte, so Egger weiter. "Zudem war in beiden Richtungen ein Zug betroffen. Dadurch war das Lichtsignal länger auf rot. Die Polizei war schnell vor Ort und regelte den Verkehr.»

Zu hoch gehängt

Zusätzlich informierte Erika Egger am Donnerstagmorgen noch darüber: «Zur Verbesserung der Sicherheit wurde ein zusätzliches Lichtsignal angebracht, sodass der aus dem Dorf kommende und Richtung Speicher fahrende Autolenker ein zusätzliches Signal sieht. Hintergrund war, dass die Autofahrer das hoch über ihrem Kopf hängende Signal nicht sahen und bei Rot fuhren oder es gar nicht beachten konnten. Mit dem nun gegenüberliegenden Signal wird die Situation verbessert.»