STATISTIK: Alle Zahlen in der Westentasche

Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung, zur Anzahl Landwirtschaftsbetriebe und Unternehmen, zum Tourismus und zu vielen anderen Themen: Sie stehen in der neuen, kleineren Innerrhoder Broschüre.

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Der Strukturwandel macht auch vor Innerrhoden nicht halt, die Anzahl Beschäftigter in der Landwirtschaft sinkt weiter. (Bild: Urs Bucher)

Der Strukturwandel macht auch vor Innerrhoden nicht halt, die Anzahl Beschäftigter in der Landwirtschaft sinkt weiter. (Bild: Urs Bucher)

Die neue Ausgabe der Innerrhoder Statistikbroschüre ist ab sofort erhältlich. Die Publikation wurde neu gestaltet und in einem handlichen Format produziert. Die Zahlen beantworten Fragen oder stillen die Neugier zu verschiedenen Themen: von Abfällen über eingelöste Fahrzeuge bis hin zu Bevölkerungszahlen oder Behörden, wie es in einer Mitteilung heisst.

Appenzell Innerrhoden veröffentlicht alle zwei Jahre die wichtigsten Statistikdaten in einer Broschüre. Für die aktuelle Ausgabe wurde die Gestaltung überarbeitet und ein kleineres Format gewählt. Es passt nun besser in eine Westentasche. Die Broschüre enthält Angaben zu den Themen Bevölkerung, Volkswirtschaft, Bildung, Tourismus, Verkehr, Gesundheit, Kantonsfinanzen und zur Appenzeller Kantonalbank. So wird beispielsweise auch über die Anzahl Schüler und Lehrerinnen, Ärzte, Spitalbetten oder Passagierzahlen im öffentlichen Verkehr informiert. Die Zahlen für das Jahr 2016 mit Vergleichswerten von Vorjahren geben einen Eindruck über die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen.

Erstmals mehr als 16000 Bewohner

Das Bevölkerungswachstum im Kanton ist mit 0,36 Prozent (Schweiz 1,16 Prozent) im Durchschnitt der letzten fünf Jahre klein. Ende 2015 überschritt die Zahl jedoch einen markanten Punkt: Erstmals waren laut der statistischen Angaben über 16000 Personen in Appenzell Innerrhoden wohnhaft. Wie in den Vorjahren, wurde in den Bezirken Appenzell, Schwende und Rüte das grösste Wachstum verzeichnet. In Gonten blieb die Situation stabil, in Oberegg war ein leichter Anstieg, in Schlatt-Haslen ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Neu in die Broschüre aufgenommen wurden Zahlen zum Thema Wohnen. Diese zeigen ­einen Anstieg der Wohnungen wie auch der Leerwohnungsziffer in den vergangenen Jahren. Der Anteil der Zweitwohnungen wurde erstmals erfasst, weshalb keine Vergleichswerte aus den Vorjahren vorhanden sind.

Bei der Beschäftigung hat sich die Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Der Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft ist zu Gunsten des dritten Sektors (Dienstleistungen) weiter gesunken. Der fortschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft hat zur Folge, dass sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe weiter reduziert. Über alle Sektoren betrachtet, stieg laut Mitteilung die Anzahl der im Kanton ansässigen Unternehmen aber weiter an. Ende 2016 waren im Handelsregister im Vergleich zu 2014 total 19 Aktiengesellschaften und 58 Gesellschaften mit beschränkter Haftung eingetragen.

Ebenalp- und Säntisbahn konnten zulegen

Die Logiernächte im Kanton gingen nach dem starken Anstieg 2014 wieder zurück. 2014 hatte eine Aktion zu vielen zusätzlichen Übernachtungen geführt. Insgesamt sind die Zahlen kon­stant, und der im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt sehr grosse Anstieg über die letzten zwei Jahrzehnte konnte erhalten werden. Bei den Luftseilbahnen entwickeln sich die Frequenzen unterschiedlich: Gegenüber 2014 konnten die Ebenalpbahn und die Säntisbahn mehr Personen transportieren.

Die Erneuerung der Wanderwegsignalisation und die damit verbundene Bereinigung der Strecken führte laut Mitteilung dazu, dass die Anzahl signalisierter Wanderwegkilometer insgesamt zurückging und nun 494 km beträgt. Offiziell signalisierte Schneeschuhrouten gab es 2014 noch keine, nun sind 70 km ausgeschildert. (rk)

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