Statistik
116 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2020 in Appenzell Innerrhoden – die häufigste Ursache waren Wildtiere

Die Unfallstatistik 2020 der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden zeigt, dass die häufigste Ursache für Kollisionen im Strassenverkehr die Wildtiere sind. Die Statistik zeigt ausserdem, dass sich die meisten Unfälle auf geraden Strecken und bei schwachem Verkehrsaufkommen ereignen.

Eva Wenaweser
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Gemäss der Unfallstatistik 2020 der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden sind die häufigste Ursache für Kollisionen im Strassenverkehr die Wildtiere.

Gemäss der Unfallstatistik 2020 der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden sind die häufigste Ursache für Kollisionen im Strassenverkehr die Wildtiere.

Bild: Georgios Kefalas / KEYSTONE

Die meisten Unfälle in Appenzell Innerrhoden ereigneten sich 2020 bei normalen Strassenverhältnissen. Das zeigt die am Mittwoch publizierte Unfallstatistik der Kantonspolizei. Der Grund dafür ist laut Mediensprecher Roland Koster:

«Die meisten Unfälle passieren, wenn die Geschwindigkeit nicht an die Strassenverhältnisse angepasst wird.»

So verleitet etwa schönes Wetter zu schnellerem Fahren. Die Statistik zeigt, dass sich von den gesamthaft 116 Unfällen im vergangenen Jahr 77 bei schöner Witterung ereignet haben, 12 bei Regen und 6, wenn es geschneit hat. 90 der Unfälle sind bei schwachem Verkehrsaufkommen passiert – bei 10 herrschte starkes Aufkommen. Zu fast der Hälfte der Unfälle (56) ist es auf geraden Strecken gekommen – knapp halb so viele (29) gab es in Kurven.

Statistisch gesehen haben sich mit je 11 Stück im Verlauf des Jahres die meisten Unfälle zwischen 18 bis 18.59 Uhr und 21 bis 21.59 Uhr ereignet. Zwischen Mitternacht und 4.59 Uhr ist es über das ganze Jahr verteilt zu je einem Unfall pro Stunde gekommen, also insgesamt 5 an der Zahl. Die meisten Unfälle passierten mit 26 an einem Mittwoch – gemäss Statistik ist es also durchschnittlich jeden zweiten Mittwoch zu einem Unglück gekommen. Am wenigsten Unfälle – und mit 13 Stück damit genau halb so viel – haben sich an Dienstagen ereignet.

Wildtiere als statistisch häufigste Ursache für Unfälle

Gemäss Statistik haben sich 85 der Unfälle mit nur Sachschaden zugetragen. In 31 Fällen wurden auch Personen verletzt. Bei 18 Unfällen gab es Leichtverletzte und bei 13 Schwerverletzte. Insgesamt wurden 2020 13 Personen leicht verletzt und 22 schwer. An den Folgen eines Verkehrsunfalls ist laut Statistik der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden im vergangenen Jahr niemand gestorben.

Unfallschwere

020406080... nur Sachschaden... Personenschaden... Leichtverletzten... Schwerverletzten... GetötetenUnfälle mit...

Hauptursache für die Unfälle waren Wildtiere (38 Fälle). Ebenfalls häufige Ursachen waren etwa momentane Unaufmerksamkeit in 12 und in 8 die Einwirkung von Alkohol. Von den 116 polizeilich registrierten Verkehrsunfällen waren zudem 35 Schleuder- oder Selbstunfälle.

Unfalltyp

010203040Schleuder- oder SelbstunfallÜberholunfall, FahrstreifenwechselAuffahrunfallAbbiegeunfallEinbiegeunfallFrontalkollisionParkierunfallTierunfallAndereGruppe

Mehr Unfälle in 2020 als 2019, aber weniger Verletzte

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt zwar um 5 auf 116 angestiegen. Dies entspricht laut der Innerrhoder Kantonspolizei dem Durchschnitt der letzten Jahre. Allerdings ist etwa die Zahl der verletzten Personen im Zweijahresvergleich rückläufig. Die Zahl der Unfälle, die sich aufgrund der Kollision mit Wildtieren ereigneten, hat sich im Vergleich 2019 nicht verändert.

Screenshot: Kapo AI