Starkes Team wird gefordert

Die Berner und Südwestschweizer fordern beim Schwingen kommenden Sonntag auf der Schwägalp die Ostschweizer Elite heraus. Doch das Appenzeller Team ist nicht zu unterschätzen.

Thomas Mock
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Martin Hersche (hier gegen David Dumelin) strebt seinen zweiten Schwägalp-Kranz an. (Bild: Lorenz Reifler)

Martin Hersche (hier gegen David Dumelin) strebt seinen zweiten Schwägalp-Kranz an. (Bild: Lorenz Reifler)

SCHWINGEN. Übermorgen Sonntag treten 90 Schwinger zum grössten Bergkranzfest der Schweiz auf der Schwägalp an. Die Ostschweizer werden hierbei einer starken Berner und Südwestschweizer Delegation gegenüberstehen. Angeführt wird das Teilnehmerfeld von Schwingerkönig Nöldi Forrer, Unspunnensieger Daniel Bösch und Kilchbergsieger Christian Stucki. Der erweiterte Favoritenkreis erstreckt sich hingegen noch über 17 weitere Eidgenossen. Möglicherweise haben auch die beiden Youngster Remo Käser und Sämi Giger den einen oder anderen Einfluss auf den Festverlauf. Käser gelang es diese Saison bereits zweimal, Schwingerkönig Kilian Wenger zu besiegen, Giger reüssierte auf dem Ricken erstmals gegen Schwingerkönig Nöldi Forrer und realisierte vergangenen Sonntag am Schaffhauser Kantonalschwingfest bereits seinen ersten Kranzfestsieg.

Zwyssig wieder erfolgreich?

Das zehnköpfige Appenzeller Team wird einmal mehr vom Gaiser Eidgenossen Raphael Zwyssig angeführt. Mit sechs gewonnenen Kränzen, unter anderem auf dem Stoos und auf der Rigi und seinem ersten Kranzfestsieg am Appenzeller kantonalen Schwingfest in Schönengrund, hat Zwyssig seine gute Form bereits mehrmals unter Beweis gestellt. Mit je fünf Kränzen zeigen auch die Innerrhoder Andreas Fässler und Martin Hersche eine äusserst starke Saison. Es bleibt zu hoffen, dass ihnen diese Leistungen auch auf der Schwägalp gelingen werden. Mit dem Neo-Teilverbandskranzer Dominik Schmid, Urs Giger, Martin Roth und Naim Fejzaj stehen den Appenzellern weitere Kranzschwinger zur Verfügung, welche versuchen werden, sich gegen ein starkes Teilnehmerfeld durchzusetzen.

Auf Formsuche

Die bisherige Saison verlief sowohl für Marcel Kuster wie auch Markus Schläpfer nur teilweise erfolgreich. Den zwei wichtigen Stützen im Appenzeller Verband stehen immer wieder Verletzungen im Wege. So startete Schläpfer erst verspätet in die Saison, kämpfte sich aber mit den Kranzgewinnen am Nordostschweizer Schwingfest sowie am Appenzeller Kantonalschwingfest wieder eindrücklich zurück. Marcel Kuster krönte seine bisherige Saison mit der Schlussgangteilnahme am Nordostschweizerischen Teilverbandsfest, ehe er aufgrund von Rückenproblemen sowohl auf der Rigi als auch am Bündner Kantonalschwingfest Forfait geben musste. Es bleibt offen, ob die beiden ihre volle Leistung abrufen können.