Starke Begleiter bei Sexualerziehung

Am Aglow-Abend am Freitag im BWZ Toggenburg hörten die Teilnehmer eines Vortrags von Regula Lehmann auf packende Weise viel Ermutigendes über Beziehungsfähigkeit und Sexualität.

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Regula Lehmann rief dazu auf, das heisse Eisen Sexualität aufzunehmen und ins Ziel zu tragen wie bei einer Stafette den Stab. (Bild: pd)

Regula Lehmann rief dazu auf, das heisse Eisen Sexualität aufzunehmen und ins Ziel zu tragen wie bei einer Stafette den Stab. (Bild: pd)

WATTWIL. Nach einem feinen Essen und einem Lobpreisteil unter der Leitung der Band Freispruch zeigte die Autorin, Kursleiterin, Elterncoach und Mutter von vier Kindern und einem Pflegekind auf, was alles zu einer ganzheitlichen Sexualerziehung gehört. Regula Lehmann betonte, dass insbesondere Eltern ihre Kinder zu verbindlichen Beziehungen, Treue und Verlässlichkeit befähigen können.

Achtsame Beziehungen

Zu einer gelingenden Sexualaufklärung gehören ein gutes Familienklima und damit eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern. Die Fachfrau machte Mut, jeden Tag als neue Chance zu begreifen. Kinder brauchten lernbereite, nicht perfekte Eltern. Gemäss Studien prägen die Mutter und dann der Vater ihre Kinder weitaus am meisten und nicht die Peergroups, wie einem gerne weisgemacht wird.

Eltern können am persönlichsten auf die Kinder eingehen und ihnen wichtige Werte vermitteln. «Kinder brauchen starke und verlässliche Begleiter in dieser sexualisierten Welt», betonte die Referentin. Sie riet den Eltern, sich Hilfe bei Personen mit Vorbildcharakter zu suchen für die eigene Weiterentwicklung und den Umgang mit den Kindern. Es gehe darum, Defizite zu vermeiden und auch geschlechtsbezogen ein gesundes Selbstwert- und positives Körpergefühl zu fördern beim Nachwuchs.

Schutz vor Missbrauch

Regula Lehmann sprach auch den Sinn des Schamgefühls an. Eindrücklich zeigte sie auf, wie sich heute manchmal Erwachsene krampfhaft bemühen, nicht verklemmt zu sein vor den Kindern, wenn diese sich schon längst mehr Intimität wünschten. Die Entwicklung eines guten Gespürs für Nähe und Distanz schliesse mit ein, dass Leute auch einmal vor den Kopf gestossen werden. Kinder lernen mittels einer offenen Gesprächskultur, dem Austausch der Gedanken zu Beobachtungen, Stellung zu beziehen und auch Nein zu sagen. Die Eltern wurden ermutigt, Fragen der Kinder zu beantworten, aber nicht über das Ziel hinauszuschiessen. Der Halt bei Gott und seine Liebe sowie Tips zu kindgerechter Literatur zur Hinführung zu einer beglückenden Sexualität rundeten den Vortrag ab. (pd)

Am nächsten Aglow-Abend, am 25. Oktober, gibt Zoe Nyffeler Erkenntnisse rund um Magie weiter.

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