Standing Ovations im «Dömli»

Viel Applaus gab es am Montagabend bei der Eröffnung des Kultur- und Event-Doms in Ebnat-Kappel: Zum einen für die namhaften Künstler, die aufgetreten sind, zum anderen für André Keller, den Besitzer der ehemaligen Kirche Kappel.

Sabine Schmid
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Protagonisten der Eröffnung: Dömli-Besitzer André Keller (Bildmitte), Duo Lapsus und im Hintergrund Daniel Felber und seine Band. (Bilder: Sabine Schmid)

Protagonisten der Eröffnung: Dömli-Besitzer André Keller (Bildmitte), Duo Lapsus und im Hintergrund Daniel Felber und seine Band. (Bilder: Sabine Schmid)

EBNAT-KAPPEL. Illustre Künstler auf der Bühne, der Empore sowie auf der Kanzel und illustre Gäste im Publikum: die Eröffnung der ehemaligen Kirche Kappel als Kultur- und Event-Dom ist durchaus gelungen. Bereits am Sonntag, als Besitzer André Keller zu einem Tag der offenen Tür geladen hat, war das Interesse gross. Rund 500 Personen sind der Einladung gefolgt. Am Montagabend waren die Reihen im «Dömli» mit geladenen Gästen gefüllt. Ihnen wurde ein reichhaltiges und hochstehendes Programm geboten.

Comedy und Nachdenkliches

Als Conférencier hat André Keller, der Besitzer des «Dömli», Theo Hitzig engagiert, der von Bruno Gschwind assistiert wurde. Die beiden – besser bekannt als Duo Lapsus – führten mit viel Witz durch den Abend. Sie haben mit ihren Auftritten gezeigt, dass in den alten Gemäuern nicht nur zünftig gelacht werden darf. Sondern auch, dass sich die Bühne für multimediale Auftritte eignet. Ganz andere, nämlich nachdenkliche Töne hat der Schauspieler Nicolai Mylanek angestimmt. Von der Kanzel hinunter rezitierte er ein Gedicht von Kurt Tucholsky und las eine Geschichte von Erich Kästner über den Menschen vor. Für den musikalischen Rahmen sorgte Daniel Felber mit seiner Band. Die jazzigen und rockigen Klänge hoben die gute Akustik des Baus hervor und weckten die Vorfreude auf weitere Konzerte im «Dömli». Ein besonderer Ohrenschmaus war der Auftritt der Sängerin Tatiana Heintz, die von Mick Jagger entdeckt wurde.

Ambiente kommt an

Zum Schluss des Abends gab es viel Applaus und Standing Ovations. Nicht nur für die namhaften Künstler, die die Eröffnungsfeier gestaltet haben. Diese galt auch André Keller, dem Besitzer des «Dömli», der die Kultur in die ehemalige Kirche Kappel gebracht hat. Mit dem Ambiente bei der Eröffnung habe er bereits vielen Besuchern einen schönen Abend bereiten können, sagte er. Blumen – und zwar solche, die Stunden zuvor an einem Zunftwagen am Sechseläuten in Zürich befestigt waren – gab es von Huli Bolt. Der ehemalige Präsident der Kirchenvorsteherschaft, der die Kirche an André Keller verkauft hat, freute sich sehr über das gelungene Projekt mit dem «Dömli». «Es ist so herausgekommen, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe», sagte er. Er könne sich gut vorstellen, einen Anlass dort zu besuchen. Möglich ist dies bereits ab kommender Woche bei den Aufführungen von «Huld und Schuld» der Kantonsschule Wattwil.

Blumen für André Keller von ehemaligen Kirchenpräsidenten Huli Bolt.

Blumen für André Keller von ehemaligen Kirchenpräsidenten Huli Bolt.

Jazziges und Rockiges spielten Daniel Felber (links) und seine Band.

Jazziges und Rockiges spielten Daniel Felber (links) und seine Band.

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