Stalltüren zerstört, Kletternetze zerschnitten und WC verunreinigt: Gais kämpft gegen Vandalen

In den letzten Wochen häufen sich in Gais Zerstörungen von öffentlichen Anlagen. Die Ausserrhoder Gemeinde kündet an, sie wolle die Verursacher ausfindig machen und Strafanzeige einreichen.

Karin Erni
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Öffentliche WCs wurden verschmutzt und mutwillig verstopft.

Öffentliche WCs wurden verschmutzt und mutwillig verstopft.

Bild: PD

Seit Wochen sind in Gais Vandalen unterwegs. Betroffen sind öffentliche Einrichtungen wie die Schulanlagen im Friedberg und das Oberstufenzentrum, der Klettersteig am Lauraweg sowie die Feuerstelle auf dem Oberen Gäbris. Auch der Walderlebnisraum blieb nicht verschont. Gegenüber dem Fernsehsender TVO sagt Gemeindepräsident Ernst Koller Sachbeschädigungen und Sprayereien hätten stark zugenommen. Er sagt:

«Es wurden Stalltüren zerstört, Kletternetze zerschnitten, WC verunreinigt, und auf von der Gemeinde unterhaltenen Feuerstellen ganze Ster Holz verbrannt.»

Anwohner bei den Feuerstellen bestätigen, dass sich bei schönem Wetter grosse Gruppen von Jugendlichen versammeln und Alkohol konsumieren. Die Höhe des angerichteten Sachschadens kann gemäss dem Bericht nicht beziffert werden.

Mit Strafen gedroht

Zerstörungen an Bauten.

Zerstörungen an Bauten.

Bild: PD

Ernst Koller kündigte Massnahmen an: «Wir werden resolut dahintergehen und per sofort die Patrouillengänge des Sicherheitsdienstes verstärken.» Man wolle die Verursacher ausfindig machen und Strafanzeige einreichen. In einer Mitteilung wendet sich die Gemeinde an die Bevölkerung: «Die Beschädigungen und Verunreinigungen verursachen laufend hohe und vermeidbare Kosten zu Lasten des Gemeindehaushaltes, welche schliesslich vom Steuerzahler getragen werden.» Die Anlagen würden der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt und sollten sauber und aufgeräumt hinterlassen werden. Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, diese Information auch an ihre Jugendlichen und Kinder weiterzugeben. Die Bevölkerung soll Beobachtungen zu Verstössen in diesem Zusammenhang unverzüglich der Polizei melden.