Städtli-Bibliothek Lichtensteig

LESETIPS Die Adoptivmutter, eine Pfingstlerin, hatte Jeanette Winterson zur Missionarin bestimmt. Doch mit 16 verliebt sie sich. In eine Frau.

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LESETIPS

Die Adoptivmutter, eine Pfingstlerin, hatte Jeanette Winterson zur Missionarin bestimmt. Doch mit 16 verliebt sie sich. In eine Frau. Als Jeanette auszieht, um mit ihrer Geliebten glücklich zu werden, stellt die Mutter ihr die Frage: «Warum glücklich statt einfach nur normal?» Viele Jahre später trifft Jeanette Winterson auf ihre leibliche Mutter und fragt sich, was aus ihr geworden wäre ohne die hungrigen Stunden im Kohlenkeller, ohne die stets dräuende Apokalypse, vor allem aber ohne das allgegenwärtige Wort der King-James-Bibel. – Ein atemberaubender Bildungsroman, in dem es ein benachteiligtes, aber begabtes Mädchen aus der Arbeiterklasse aus eigener Kraft nach Oxford schafft und eine zwar umstrittene, aber glanzvolle literarische Karriere macht.

Jeanette Winterson: Warum glücklich statt einfach nur normal?, Hanser, 249 Seiten (L)

Bibliothek Wattwil

Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück, und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.

Ann Brashares: So nah und doch so fern, Carl's Book, 366 Seiten (W)

Bibliothek Bütschwil

Die sechs Wetterschmöcker aus dem Muotatal beobachten Ameisen und Tannzapfen oder hören dem Gurgeln des Baches zu. Sie sagen daraus das Wetter des kommenden Halbjahres voraus – und dies mit einer erstaunlich hohen Trefferquote. Ihr prominentester Vertreter, Martin Horat, fegt wie ein Orkan durchs Land und gibt der Nation Wetter-Lektionen, die dank seines fundierten Wissens und seines bodenständigen Schalks äussert lehrreich und unterhaltsam sind.

Autor Thomas Renggli und Fotograf Simon Zangger haben sich auf eine Entdeckungsreise ins Muotatal gemacht und zum Kult der landwirtschaftlichen Propheten Fakten, Hintergründe und viel Humoriges zusammengetragen.

Thomas Renggli: Der Wetterschmöcker; Martin Horat und die Muotathaler Propheten, Sachbuch Faro Verlag, 187 Seiten

Bibliothek Büelen Nesslau

Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor 33 Jahren verschollenen Nola handelt, und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors – und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman – fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln!

Joel Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, Piper, 736 Seiten

Bibliothek Mosnang

Seit 15 Jahren lebt Matteo als Selbstversorger in einer Hütte nahe einem Bergwald, auf der Suche nach Antworten auf existenzielle Fragen. Ein dramatischer Schicksalsschlag hat ihn aus seinem Leben als erfolgreicher Kardiologe herauskatapultiert. In der Abgeschiedenheit beginnt er, durch ungewohnte körperliche Arbeit, durch Naturbetrachtung und Erinnerungen an seine Kindheit, an seine Eltern und Grosseltern, an seine grosse Liebe und nicht zuletzt durch Gespräche mit den Menschen, die ihn in seiner Einsiedelei besuchen, sich mit seinem Schicksal zu versöhnen.

Tamaro Susanne: Mein Herz ruft deinen Namen, Piper, 222 Seiten

Dorfbibliothek Brunnadern

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuss von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry Fischer, 384 Seiten

Bibliothek Ebnat-Kappel

Als Madeline und Jonathan am Flughafen zusammenstossen, denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen. Doch zu Hause angekommen, stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und entdecken, dass ihre Leben schon seit langem miteinander verknüpft sind genau wie tiefe Wunden aus der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen.

Guillaume Musso: Nachricht von dir, Piper, 461 Seiten