Städtli-Bibliothek Lichtensteig

LESETIPS Mr. Malik ist seit langem heimlich verliebt: in Rose, die er bei der wöchentlichen Wanderung der örtlichen Gruppe von Vogelbeobachtern kennengelernt hat. Als seine Angebetete nach drei Jahren in Schottland nach Kenia zurückkehrt, ist der Witwer überglücklich.

Drucken

LESETIPS

Mr. Malik ist seit langem heimlich verliebt: in Rose, die er bei der wöchentlichen Wanderung der örtlichen Gruppe von Vogelbeobachtern kennengelernt hat. Als seine Angebetete nach drei Jahren in Schottland nach Kenia zurückkehrt, ist der Witwer überglücklich. Doch nicht nur Rose, auch sein alter Widersacher Harry Khan ist wieder in Nairobi und plant, auf dem Gelände des altehrwürdigen Asadi Clubs ein Einkaufszentrum zu bauen. Ehe Mr. Malik weiss, wie ihm geschieht, überschlagen sich die Ereignisse: Es gilt nicht nur, den Club vor dem Aus zu bewahren, er muss auch verhindern, dass die Hochzeit seiner Tochter Petula platzt. Von der schwierigsten Aufgabe ganz zu schweigen: das Herz von Rose Mbikwa zu gewinnen.

Nicolas Drayson: Kleine Tierkunde Ostafrikas, (Kindler), 304 Seiten

Bibliothek Wattwil

Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur der kleine Harry fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungs auch den Vater, der – ähnlich dem Meer – wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reichen brüderliche Fürsorge und Strandschätze nicht aus.

Favel Parett: Jenseits der Untiefen, Hoffmann&Campe, 219 Seiten

Bibliothek Bütschwil

Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist. Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt: Roman, Krüger, 347 Seiten

Bibliothek Büelen Nesslau

Hinter einer venezianischen Maske verbirgt sich der Tod – oder die Liebe. 1576. In Venedig bricht die Pest aus. Der Doge befürchtet, dass Gott die Venezianer für ihr dekadentes Leben bestraft und sieht nur einen Ausweg: Er lässt eine Kirche bauen, die grösser als alle ist, die es je gegeben hat. Er ahnt aber nicht, dass der Schwarze Tod an Bord eines Schiffes aus Konstantinopel kam – und dass die junge Heilerin Feyra die einzige ist, die die Lagunenstadt retten kann. Dafür benötigt sie die Hilfe von Annibale Carson, dem berüchtigten Pestarzt. Doch hinter seiner furchteinflössenden Maske verbirgt sich ein Mann, der Feyra vor ihre grösste Herausforderung stellt.

Marina Fiorato: Die Heilerin von San Marco, Limes, 448 Seiten

Bibliothek Mosnang

Die Fassade des Justizpalasts ist eigentlich aus Marmor, doch die Platten halten nur, weil sie behelfsmässig mit Metallnieten befestigt sind. Dieses Bild steht für die Schwächen eines Rechtssystems, das von Irrtümern nicht gefeit ist.

Khaled Ghezal wird angeklagt, einen Mann erschossen zu haben. Die Mailänder Justiz ist von seiner Schuld überzeugt. Nur Elena Vicenzi, eine freie Journalistin, glaubt, dass der Tunesier nicht der Täter ist. Sie interveniert beim Staatsanwalt Roberto Doni und schafft es, Zweifel in ihm auslösen. Weil der kurz vor seiner Pensionierung stehende Doni zu lange in seinem Dilemma zwischen professioneller Routine und moralischem Empfinden verharrt, wird ein Entlastungszeuge ermordet. Einfühlend schildert Giorgio Fontana die Lebensumstände eines erfolgreichen Juristen, der von seiner bisherigen Berufspraxis abkommt. Zugleich verfasst er einen stimmungsvollen Roman über die Milieuunterschiede in der norditalienischen Grossstadt und das Altern im Beruf.

Giorgio Fontana: Im Namen der Gerechtigkeit, Nagel & Kimche, 252 Seiten

Dorfbibliothek Brunnadern

Auch im Herbst des Lebens sollte noch Leben in der Bude sein, sagen sich Märtha, Snille, Kratze, Anna-Greta und Stina. Daraufhin schmieden die fünf einen Plan: Sie müssen ein Verbrechen begehen, damit sie raus aus diesem Heim und rein ins Gefängnis kommen, denn dort ist man bekanntlich viel besser dran. Gutes Essen, keine Sparmassnahmen, geregelter Freigang. Doch Planung und Durchführung eines Verbrechens sind gar nicht so einfach – vor allem dann nicht, wenn man es ehrlich meint.

Catherine Ingelmann-Sundberg: Wir fangen gerade erst an, Fischer-Scherz, 416 Seiten

Bibliothek Ebnat-Kappel

Es sollte eine Reise entlang der Seidenstrasse werden. Sie endete in der Gewalt pakistanischer Taliban. Achteinhalb Monate lang lebte ein Schweizer Paar in Todesangst. Nun erzählen die beiden ihre eindrucksvolle Geschichte. Sie führt in eine Region, von der zwar in den Medien viel die Rede ist, die aber kaum einer kennt: ins pakistanische Waziristan, nahe der Grenze zu Afghanistan, ins Stammland der Taliban.

Am 1. Juli 2011 beginnt der Albtraum für die Touristen. Daniela Widmer und David Och werden in Belutschistan (Pakistan) von einem bewaffneten Kommando aus ihrem Reisebus gezerrt und 500 Kilometer Richtung Norden verschleppt. Die «Gotteskrieger» wollen Lösegeld für sie kassieren. Im Laufe der Monate wird die Situation für das Schweizer Paar immer auswegloser und dramatischer. Als sich in den Wintermonaten auch die letzte Hoffnung auf einen Erfolg der Verhandlungen zerschlägt und die Bewachung immer nachlässiger wird, treffen David und Daniela eine mutige Entscheidung.

Daniela Widmer und David Och: Und morgen seid ihr tot: 259 Tage als Geiseln der Taliban, Dumont-Verlag, 316 Seiten

Gemeindebibliothek Mogelsberg

Was zählt am Ende wirklich? Auf dem Sterbebett, wenn klar wird, dass sich das Leben dem Ende zuneigt?

Nach vielen Reisen durch die ganze Welt, auf der Suche nach dem, was dem Leben Sinn gibt, findet die Australierin Bronnie Ware eine neue Aufgabe. Sie begleitet Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens. In ihrem Buch erzählt sie von wunderbaren Begegnungen und berührenden Gesprächen, die ihr Leben tiefgreifend verändert haben. Die Menschen, die sie trifft, stellen viel zu oft fest, dass sie ihre eigenen Wünsche hinten angestellt und zu viel gearbeitet haben, dass sie sich zu wenig Zeit für Familie und Freunde genommen und – vor allem – sich nicht erlaubt haben, glücklich zu sein. Es sind gesammelte Erkenntnisse, die nachdenklich machen und den Leserinnen und Lesern in Erinnerung rufen, worauf es wirklich ankommt, wenn wir eines Tages mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Leben treten wollen.

Bronnie Ware: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen, Arkana Verlag, 351 Seiten

Aktuelle Nachrichten