Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ST. PETERZELL: Urmenschen, frische Grinde und Waldbuben

Der Jodlerabend des Schmittechörlis Necker versprach ein Leckerbissen zu werden: Toggenburger Jodel auf höchstem Niveau, eine vielversprechende Jungformation sowie Gäste aus Grindelwald.

Passend zum stimmungsvollen Bühnenbild ertönte der Schellejodel, eigen und prägnant gesungen von Wendel Eugster, vor vollem Haus. Präsident Christian Schweizer hiess die Jodlerfreunde sowohl zur ersten Unterhaltung im 2018 als auch das erste Mal in St. Peterzell willkommen und durfte 36 Jodelchor-Delegationen begrüssen.

Die zehn Jodler und sechs Jodlerinnen des Schmittechörli unter der Leitung von Heidi Bollhalder waren bestens auf die kommenden Vorträge vorbereitet und ihr eigener Stil zog die Zuhörer vom ersten Moment an in Bann. Glücklich währte sich Präsident Toni Bohren der Jodlergruppe Edelwyss-Sternen aus Grindelwald unter der Leitung von Markus Jaun, dass seine elf Jodler und Jodlerinnen trockenen Fusses und nicht per Schiff anreisen mussten. Töchter und Mütter, Cousins und Cousinen sowie einige «frischi Grinde» machen die Jodlergruppe aus, die mit Jodelgesang als auch mit ihrem charmanten Dialekt die Herzen des Publikums eroberte. Die Vorträge «Am Morge uf em Grat» von Hans Widmer und der «Männlifluh Juz» von Ueli Zurbrügg gaben den perfekten Gegensatz zum Lied «Läbwohl» von Ruedi Roth und dem Naturjodel «Em Albert sin», dies bereits der zweite Vortrag der Toggenburger. Durch das Programm führte in erfrischender Weise Daniela Schweizer.

Von den Urnäscher Urmenschen

Eine Überraschung bot die Jungformation Zweierlei mit den Geschwistern Anja und Pirmin Meier, welche sowohl am Schwyzerörgeli als auch beim Singen von Ueli Lusti, Winzenberg, am Klavier und der Handorgel begleitet wurden. Das junge Geschwisterpaar zauberte mit seinem reinen und humorvollen Gesang ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Die Grindelwalder gaben den «Cheneli Juz» von ihrem ehemaligen Dirigenten Erwin Mani zum Besten und nachdem sie das Lied «Das Sennen Morgengebet» dargeboten hatten, kam das Publikum in den Genuss von Christian Schwyzers aussergewöhnlicher Stimme mit dem Lied «’S isch no nöd lang». Begleitet wurde er von der Vizedirigentin und Chörli-Komponistin Margrit Grob sowie seiner Frau Alice Schweizer mit ihren perfekten Zweitstimmen, unterstützt durch den perfekt abgestimmten Chor. Der Naturjodel «De Ebnater» der Neckertaler läutete den letzten Vortrag der Grindelwalder vor der grossen Pause mit Losverkauf ein. Wendel Eugster gab dem Publikum in einer humorvollen Einlage über einen Urnäscher «Urmenschen» den Rat, während der Pause genügend zu trinken.

Zwar sei die Alpzeit noch fern, so Daniela Schweizer, träumen davon könne man trotzdem. Dies konnte man mit dem Lied «Älplerzyt» von Neldi Ming, gefolgt von der Uraufführung des virtuosen Jodels «De Peterzeller» aus der Feder der Vizedirigentin Margrit Grob. Nach dem Applaus ertönte die Melodie gar ein zweites Mal.

Aber schön muss sie sein

Abwechslungsreich war die Darbietung der Berner Oberländer des alle Stimmen fordernden Natur-Juz von Peter Müller, da in jedem der vier Jodelteile alle vier Vorjodlerinnen zum Zug kamen und alle Stimmlagen gezeigt werden konnten. Dem Ländler «Alt und chugelrund» folgte die Darbietung des anspruchsvollen Liedes «Mi schönsti Melodie» von Hannes Fuhrer durch das Duo Zweierlei. Das Publikum war begeistert und verlangte eine Zugabe der jungen Stars, welche in Form des Liedes «Ledig» von Hans W. Schneller folgte. Der letzte Auftritt der Edelwyss-Sternen stand ganz im Zeichen von Ruedi Rymann’s Kompositionen «Mis Fluenalp» und «De grad Wäg». Mit dem «Chüjerjuz» von Erwin Mani verabschiedeten sich die Berner, die noch eine Nacht im Neckertal weilten und sich unter das Publikum mischten.

Nachdem die Neckertaler Jodler dem Publikum in einer spassigen Version des traditionellen Blödelliedes «Aber schön muss sie sein» die Vorzüge der attraktiven Frauen gezeigt hatten, kamen auch die Gastgeber zum letzten Auftritt, die das Publikum mit dem Jodel «Am Necker» von Margrit Grob und der Zugabe des traditionellen Liedes «De Waldbueb» sehr zufrieden zurückliessen. Ein riesiges Kuchenbuffet sorgte dafür, dass die Besucher noch länger verweilten und das Ländlertrio Berglergmüet mit Köbi Brunner, Fredi Blöchliger und Hanspeter Schläpfer sorgte für chugelrunde Tanzmöglichkeiten. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.