ST. PETERZELL: Turnerunterhaltung verbindet

Zwei Jahre nach dem 50-Jahr-Jubiläum hat der Turnverein St. Peterzell eine spannende Turnerunterhaltung auf die Beine gestellt. Bei allen Riegen spielen Leistung und Spass eine Rolle.

Cecilia Hess-Lombriser
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Am Samstag war die Mehrzweckhalle St. Peterzell voll und sie wird auch kommenden Samstag am Abend und am Nachmittag nochmals voll werden. Für viele Neckertaler, Heimweh-Neckertaler, Freunde und Bekannte ist der Anlass ein klarer Fall. «Klarer Fall?!» war auch das Motto, das sich in Form eines gespielten Krimis zwischen die Programmpunkte schob und diese verband. Der Fall wurde gelöst. Klar.

Die Riegen des TV St. Peterzell turnen und trainieren in den Turnhallen von Necker, Brunn-adern, St. Peterzell und Hemberg. Die sportliche Betätigung verbindet die Dörfer und die Menschen. Im Publikum herrschte eine aufgeräumte Stimmung und auf der Bühne demonstrierten Kinder, Jugendliche und Erwachsene, dass sie willens sind, sich einzusetzen, zu trainieren und Leistungen zu erzielen. Von den Kleinsten, die zusammen mit ihren Müttern erste Gehversuche vor Publikum machten, bis zu den Aktiven, die beachtliche turnerische Leistungen am Boden und am Barren zeigten, waren alle eingebunden und mit ihnen eine Reihe von Frauen und Männern, die mit ihren Riegen Woche für Woche in Hallen trainieren und ein halbes Jahr lang mit ihnen Programmteile vorbereitet haben. «Sie sind mit viel Eifer und Herzblut einstudiert worden», sagte OK-Präsident Peter Müller am Ende einer gelungenen und fantasievollen Show.

Krimi verbindet die Programmteile

Für die Polizei ist der plötzliche Tod eines Bodybuilders im Kraftraum ein klarer Fall. Eine Überdosis Anabolika ist der Grund dafür. Für den Privatdetektiv Matula, der einen besonderen Riecher hat, ist der Fall untersuchungswürdig. Und – er soll am Schluss Recht behalten. Die gespielten und teilweise auch verfilmten Szenen ziehen sich durch das ganze Programm und geben ihm Farbe und Spannung. Einen riesigen Aufwand haben die Verantwortlichen und die Schauspielerinnen und Schauspieler dafür betrieben; teilweise in Mehrfachrollen.

Am Samstag begann der Krimiabend mit der Sport-Fit-Riege und dem «Mordopfer» am Tatort Kraftraum. Eine gespenstische Sache, wie die «Hippi-gschpängschtli»-Einlage des Kinderturnens vermittelte. Matula befragt auch Fussballfreunde des Opfers. Diese stellte das Muki-Turnen dar. Der farbige Softball stand dabei im Zentrum. Bei der Befragung kommt Matula ungeschickterweise durch einen Hühnerstall. Ein Fall für die Frauenriege und ihre kreative Tanznummer mit mittels Schwarzlicht beleuchteten langbeinigen und langhalsigen Vögeln. Die Ermittlungen gehen unterdessen weiter. Der Weg führt in den Zirkus. Die Jugi trat als lustvolle Clowns auf, die Riege Aktive Damen stellte die Wahrsagerin dar, die im Krimi eine Rolle spielt. Sie begeisterten mit ihren Künsten am Barren. Die rassige Musik ging beim Geräteturnen weiter. Sie begleitete die akrobatische Vorführung der Kinder und Jugendlichen. Die Aerobic Kids und Jugendaerobic pendelten zwischen der Faszination Handy und Bewegungsdrang und Tanz hin und her. Schliesslich gab es noch eine «Wiesnparty» der Aktive mixed, eine feurige Kraftdemonstration der Aktivriege Herren am Barren und eine doppelgesichtige Tanznummer der Riege Aerobic Aktive. Die Begeisterung in der Halle war gross, einige Riegen wurden nochmals herausgeklatscht.

Cecilia Hess-Lombriser

redaktion@toggenburgmedien.ch