Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ST. PETERZELL: «Es gab Handlungsbedarf»

Lange haben Claudia Gagnos Schülerinnen und Schüler an der Neugestaltung des Jugendtreffs gearbeitet. Nun nimmt die Ethikklasse der dritten Oberstufe am regionalen Jugendprojektwettbewerb teil.
Angela Hess
Die Ethikklasse der dritten Oberstufe St. Peterzell und ihre Lehrerin Claudia Gagno (rechts) freuen sich über den neugestalteten Jugendtreff. Am Samstag wird sich entscheiden, ob das Projekt zu den vier besten der Region gehört. (Bild: Angela Hess)

Die Ethikklasse der dritten Oberstufe St. Peterzell und ihre Lehrerin Claudia Gagno (rechts) freuen sich über den neugestalteten Jugendtreff. Am Samstag wird sich entscheiden, ob das Projekt zu den vier besten der Region gehört. (Bild: Angela Hess)

Angela Hess

angela.hess@toggenburgmedien.ch

Der Jugendtreff in St. Peterzell blieb lange geschlossen, doch Anfang Jahr fasste die Mobile Jugendarbeit Neckertal (mojuga) den Beschluss, die Räume wieder zu öffnen. Als die Ethikklasse der damaligen zweiten Oberstufe St. Peterzell dies erfuhr, entschieden sich die zehn Schülerinnen und Schüler dazu, die Dinge nun selbst in die Hand zu nehmen: «Wenn der Jugendtreff wieder offen sein soll, so fanden wir, muss sich etwas ändern», erklärt eine Schülerin.

Der Jugendtreff befindet sich im Dorfkern von St. Peterzell und teilt sich das Gebäude mit der Spielgruppe. Mit den Jahren verloren die Räume für die Jugendlichen an Charme – ungemütlich und chaotisch war es im Jugendtreff. «Alles war in die Jahre gekommen. Es gab definitiv Handlungsbedarf», sagt die Lehrerin der Ethikklasse, Claudia Gagno. Die Jugendlichen erhielten deshalb in ihrem Unterricht die Möglichkeit, das Jugendtreff-Projekt zu realisieren.

Der schlechte Ruf machte zu schaffen

Das ganze vergangene Semester haben die Schülerinnen und Schüler geplant, gestrichen, gebaut und geputzt. Die Renovierungsarbeiten führten sie nicht nur während der wöchentlichen Ethiklektion durch, sondern oft auch an freien Mittwochnachmittagen. Unter anderem wurde die Elektrik der Räume erneuert: Die zuvor lose hängenden Kabel verschwinden nun alle sauber in Kabelkanälen. Auch ein Sofa aus alten Paletten haben die Jugendlichen gebaut. «Wir haben uns so stark engagiert, weil es uns wichtig ist, dass der Jugendtreff wieder ein beliebter Ort wird», meint ein Mitglied der Klasse. Dem Jugendtreff haftete vor der Renovierung nämlich ein schlechter Ruf an – so schlecht, dass einige Eltern im Dorf ihren Kindern nicht mehr erlaubten, den Jugendtreff zu besuchen. Dies, weil frühere Generationen von Jugendlichen im Jugendtreff Alkohol und Drogen konsumiert haben sollen.

Die Ethikklasse wollte mit dem Projekt zeigen, dass die heutigen Oberstufenschüler vernünftiger sind als ihre Vorgänger. An der Eröffnungsfeier im Juni waren Eltern und Lehrpersonen beigeistert von den Veränderungen. Die Schülerinnen und Schüler freut das: «Jetzt haben wir wieder einen Jugendtreff, wo wir gerne hingehen und unsere Eltern es erlauben. Nach der Schule müssen wir oft warten, bis das Postauto fährt. Diese Zeit können wir jetzt im Jugendtreff verbringen, das ist super.»

Am Samstag wird es ernst

Die Klasse nimmt mit ihrem Projekt am 13. Jugendprojektwettbewerb teil. «Das war natürlich ein zusätzlicher Ansporn für die Schülerinnen und Schüler», meint Lehrerin Gagno. Insgesamt zwölf Teilnehmer aus den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden haben es in den regionalen Final geschafft. Morgen präsentieren sie in Buchs ihre Projekte und kämpfen um einen von vier Podestplätzen. Wenn sich die St. Peterzeller ­einen dieser Plätzen sichern können, treten sie als Nächstes am interregionalen Final gegen die vier besten Jugendprojekte aus dem Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein an.

Der regionale Final des 13. Jugendprojektwettbewerbs findet morgen, 28. Oktober, um 17 Uhr in der Aula Flös in Buchs statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.