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Sprachlose Anteilnahme für Brüssel

Vergangenen Samstag durfte ich mit freundlicher Unterstützung der politischen Gemeinde Ebnat-Kappel sowie der evangelisch-reformierten und der katholischen Kirche spontan den Friedensanlass durchführen. Wegen der Feiertage war es nur möglich, per Mail zu werben.

Vergangenen Samstag durfte ich mit freundlicher Unterstützung der politischen Gemeinde Ebnat-Kappel sowie der evangelisch-reformierten und der katholischen Kirche spontan den Friedensanlass durchführen. Wegen der Feiertage war es nur möglich, per Mail zu werben.

Trotzdem bekam ich 100 elektronische Reaktionen und es kamen gut 30 Menschen zum «Schuppe». Vor Ort fand reger und sehr fruchtbarer Austausch statt. Ich wollte herausfinden, ob, wo und wie wir in Ebnat-Kappel Versammlungen nach so katastrophalen Ereignissen wie Brüssel brauchen. Es zeigt sich, dass viele Ohnmacht fühlen.

Ich kann überall helfen: den Hungernden, den Flüchtlingen, den Unterdrückten. Dazu gibt es viele Projekte, auch in Ebnat-Kappel. Aber es gibt keine Möglichkeit, den Opfern von Terroranschlägen zu helfen. Schon gar nicht präventiv. Das ist das System des Terrors. Unvorhersehbar, unlogisch, ungerecht, unmenschlich, ja, unglaublich.

Wir haben über Jahrhunderte vernünftigen Umgang miteinander gelernt. Dazu gibt es Gesetze und Vereinbarungen, moralische und ethische. Allerdings liegt jetzt der Verdacht in der Luft, dass wir uns zu sehr auf die organisierte Ruhe verlassen. Wir «verindividualisieren».

Das Wir-Gefühl der Gemeinschaft geht verloren. Das war das Kernthema im Schuppe. An einem neutralen Ort wie dem Bahnhofsplatz könnte man sich gut treffen, wenn man sich zu alleine fühlt im Umgang mit so grossen Ungerechtigkeiten.

Friede wächst aus den einzelnen Personen.

Die einen wollen schweigen, die anderen reden, singen oder sich einfach bewegen. Sie wollen sich versichern, dass es eine Gemeinschaft gibt, in der sie sich mit dem Gefühl der Sicherheit bewegen können.

Es wird sich bestimmt eine Lösung finden. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Uns allen wäre es natürlich am liebsten, wenn es keinen Grund für solche Anlässe gäbe.

Susanne Graf, Mühlauweg,

9642 Ebnat-Kappel

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