SPORTPREIS: Eine Appenzellerin in St. Gallen

Beim St. Galler Sportpreis wird unter anderem der beste Nachwuchs ausgezeichnet. Nominiert für die aktuelle Wahl ist eine Ausserrhoderin. Es sei eine Wertschätzung ihrer Leistung, sagt sie.

Bruno Eisenhut
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Die Meisterin unter den (Nachwuchs)-Kugelstösserinnen: Miryam Mazenauer ist für den St. Galler Sportpreis nominiert. (Bild: APZ)

Die Meisterin unter den (Nachwuchs)-Kugelstösserinnen: Miryam Mazenauer ist für den St. Galler Sportpreis nominiert. (Bild: APZ)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung.ch

Die vier Organisationen Panathlon-Club, IG Sport Stadt, Sportamt und Swiss Volunteers verleihen jeweils den St. Galler Sportpreis. Zu den Nominierten gehört diesmal auch eine Ausserrhoderin: die Leichtathletin Miryam Mazenauer vom TV Teufen. Sie freue sich und betrachte dies als Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen, sagt die gebürtige Bühlererin . Dass sich Sportlerinnen oder Sportler aus dem Appenzellerland unter den Nominierten befinden, ist zwar selten, aber kein Novum. Mit dem Panathlon-Club ist einer der vier Initianten überregional tätig. Diese Gemeinschaft aus ehemaligen und aktuellen Spitzensportlern, Sportfunktionären, Sportpädagogen, -juristen, -medizinern und von Personen, die mit dem Sport beruflich verbunden sind, ist innerhalb des St. Galler Sportpreises für die Kategorie Nachwuchs verantwortlich. Und deshalb sind in dieser Kategorie nicht nur St. Galler nominiert. Voraussetzung bleibt jedoch ein beachtlicher Leistungsausweis. Über einen solchen verfügt die 17-jährige Schülerin der Sportschule Appenzellerland. Mit einer persönlichen Bestleistung von 16,07 Metern in der Halle ist sie die Nummer 11 der Weltbestenliste in ihren Alter. Hinzu kommen unter anderem im laufenden Jahr und im Vorjahr der Schweizer-Meisterschafts-Titel in der Kategorie U18 im Kugelstossen. Auch wenn Mazenauer mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden ist, habe sie noch Luft nach oben, sagt sie gegenüber der Appenzeller Zeitung. Ihren Blick richtet sie demnach auf die bevorstehenden Schweizer Meisterschaften der Aktiven von kommendem Freitag. «Eine Klassierung unter den ersten sechs ist mein Ziel», zeigt sie sich zuversichtlich. Schlag auf Schlag geht es im September mit den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften weiter.

Dass Miryam Mazenauer berechtigterweise für den St. Galler Sportpreis nominiert ist, zeigen nebst ihrem sportlichen Palmarès zahlreiche Auszeichnungen, die sie bisweilen zugesprochen bekam. Etwa wurde sie im April diesen Jahres vom Kanton Appenzell Ausserrhoden zur Nachwuchssportlerin des Jahres ernannt oder ausgezeichnet, und im gleichen Jahr wurde ihr die Ehre der Sportschülerin des Jahres zuteil. Lieber noch macht Mazenauer aber mit sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam. Dies gelang ihr zuletzt an einem Meeting in Frauenfeld. In der Kategorie U18 wuchtete sie die 3-kg-Kugel auf hervorragende 15,58 Meter. Dies bedeutete den offiziellen neuen Schweizer Rekord in ihrer Kategorie.

Mazenauer nicht die einzige Appenzellerin

Nebst der Leichtathletin Miryam Mazenauer sind bei der diesjährigen Wahl in der Kategorie Nachwuchs noch weitere Sportlerinnen oder Sportler mit Verbindungen in das Appenzellerland nominiert. Etwa die Orientierungsläuferin Eliane Deiniger. Sie gehört dem OLG St. Gallen/Appenzell und dem TV Teufen an und absolviert ihre Ausbildung an der Kantonsschule St. Gallen zusammen mit der Sportschule Appenzellerland. Weiter zur Wahl steht Jenjira Stadelmann. Die Badmintonspielerin absolviert zudem die Sportschule Appenzellerland.

Die Wahl für den St. Galler Sportpreis 2017 dauert noch bis zum 12. August. Anschliessend wird am 7. September im Rahmen eines feierlichen Anlasses im Pfalzkeller in St. Gallen die Siegerin oder der Sieger der jeweiligen Kategorie bekannt gegeben.

Hinweis

Voten unter: www.sanktgallersportpreis.ch/nominationen.