Sportplatz verbindet Völker

WIENACHT-TOBEL. Uefa-Normen erfüllt das Fussballfeld auf dem Areal des Zentrums für Asylsuchende Landegg zwar nicht, dafür ist es der Stolz von Bewohnern und Mitarbeitern. Sie haben den Sportplatz in zahlreichen Stunden Fronarbeit gebaut.

Mea Mc Ghee
Drucken
Teilen
Viele Stunden Fronarbeit wurden geleistet.

Viele Stunden Fronarbeit wurden geleistet.

WIENACHT-TOBEL. Mit einem Nationen-übergreifenden Fussballturnier wurde am Mittwoch der Sportplatz des Zentrums für Asylsuchende Landegg eingeweiht. Das kleine, aber schmucke Rasenfeld wurde in zahlreichen Arbeitsstunden von den Asylsuchenden unter der Leitung von Eugenio Biasco und Alija Mehidic gebaut. Einzig für die groben Erdarbeiten – das Gelände war abschüssig und bewaldet – mussten Fachleute mit schweren Maschinen beigezogen werden, so Luan Skenderi, Leiter des Zentrums für Asylsuchende auf der Landegg. «Auf unserem Areal fehlte eine Fläche, um Sport zu treiben. Dank einer Spendenaktion, konnten wir die Idee nun umsetzen», so Skenderi. Kirchgemeinden, Frauenvereine und Private hätten Gelder für das Projekt gesprochen.

Tore und Volleyballnetz

Der neue Sportplatz liegt auf Ausserrhoder Boden, zwischen zwei Strassen. Ein entsprechend hoher Zaun musste ringsherum errichtet werden. Die Anlage verfügt über zwei Tore und ist zudem eingerichtet für Volleyball. Letzteres würde vor allem von den Bewohnerinnen gerne gespielt, so der Zentrumsleiter. «Allgemein war es ein grosser Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner, Sport treiben zu können.» Für jene, die das Geschehen nur beobachten wollen, wurden am Spielfeldrand Sitzgelegenheiten errichtet.

Aufgabe der Bewohner wird es sein, den Sportplatz in Schuss zu halten, etwa den Rasen zu mähen oder Markierungen auf dem Feld zu zeichnen. Regeln für die Benutzung seien nicht erstellt worden, so Luan Skenderi. Er gehe davon aus, dass sich alle Nutzer der Verantwortung bewusst seien, so dass der Sportplatz auch künftigen Landegg-Bewohnern viel Freude bereite.

Gelungenes Projekt

«Die Bewohner und die Mitarbeiter des Zentrums für Asylsuchende Landegg sind gleichermassen stolz auf den Sportplatz», sagt Zentrumsleiter Luan Skenderi. Uefa-Richtlinien würde das schmale Fussballfeld zwar nicht erfüllen, dafür aber könne es das Verständnis zwischen den verschiedenen Nationalitäten im Zentrum fördern. «Fussball ist bei allen Nationen beliebt und im Fussball gibt es keine Grenzen», sagt Skenderi. Bester Beweis dafür sei das Einweihungsturnier gewesen. Asylsuchende verschiedener Nationen spielten in einer Mannschaft, und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten ein Team. In der Festwirtschaft feierten Spender, Bewohner und Mitarbeiter die gelungene Umsetzung des Projektes.

Asylsuchende bauten das Sportfeld auf der Landegg. Es kann Fussball, Handball oder Volleyball gespielt werden. (Bilder: pd)

Asylsuchende bauten das Sportfeld auf der Landegg. Es kann Fussball, Handball oder Volleyball gespielt werden. (Bilder: pd)