Sportpavillon wird gebaut

HERISAU. Die Infrastruktur der Sportanlage Ebnet wird erweitert: Der Einwohnerrat genehmigte einen Nettokredit über 220 000 Franken für den Bau eines Pavillons. Hauptnutzer sind Sportvereine sowie Jugend+Sport.

Mea Mc Ghee
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«Im Gespräch mit der IG Sport Herisau wurde eine Verzichtsplanung betrieben», sagte Gemeinderat Max Eugster. (Bild: cal)

«Im Gespräch mit der IG Sport Herisau wurde eine Verzichtsplanung betrieben», sagte Gemeinderat Max Eugster. (Bild: cal)

Die nicht eingeplante WC-Anlage hätte den Bau des Mehrzweckpavillons auf der Sportanlage Ebnet verhindert oder zumindest verzögert. Im Einwohnerrat wurde lange diskutiert, ob ein solches Gebäude ohne Toiletten sinnvoll sei. Ein weiterer Kritikpunkt war die Heizanlage. Schliesslich wurde der Kredit über brutto 390 000 und netto 220 000 Franken mit 23 Ja- zu 4 Neinstimmen bei 2 Enthaltungen bewilligt.

Abgespecktes Projekt

Als das Projekt vor vier Jahren erstmals vom Einwohnerrat behandelt worden war, hätte es 440 000 Franken gekostet. Jene Variante wurde zurückgewiesen. Nach weiteren Bedürfnisabklärungen bei den Sportvereinen legte der Gemeinderat ein abgespecktes Projekt vor mit 390 000 Franken Bruttokosten. Auf die Gemeinde Herisau fallen 220 000 Franken, die restlichen 170 000 Franken müssen durch Sportvereine, Institutionen und den Kanton finanziert werden. «Im Gespräch mit der IG Sport Herisau wurde eine Verzichtsplanung betrieben», sagte Gemeinderat Max Eugster. Als «vernünftigen Kompromiss» bezeichnete Peter Federer (SP) das Projekt.

Ganzjährige Nutzung

Der Mehrzweckpavillon entspreche einem starken Bedürfnis der Sportvereine. Der Raum sei zwar nicht nötig, brächte aber einen Mehrwert für die Infrastruktur der Gemeinde, so Eugster. Dritte hätten signalisiert, sich mit insgesamt 170 000 Franken an der Finanzierung zu beteiligen. Damit der Pavillon ganzjährig genutzt werden kann, ist eine Heizung vorgesehen, die mit 26 000 Franken budgetiert ist. Votanten verschiedener Parteien bemängelten die fehlenden Toiletten. Deren Einbau würde viel Fläche beanspruchen, und es habe in der Umgebung mehrere öffentlich zugängliche WC-Anlagen, erläuterte Max Eugster. Schliesslich beantragte Silvan Schläpfer (FDP) zu prüfen, ob der Pavillon mit Toiletten zu ergänzen sei. Dies hätte eine zweite Lesung bedingt. Mit 22:7-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt und es ging in die Detailberatung.

Baubeginn im Frühling

Nach dem Ja zu einem Pavillon ohne Toiletten ist der Baubeginn im kommenden Frühling vorgesehen. Die Fertigstellung erfolgt im Herbst 2016. Der Betrieb des Pavillons wird dem Sportzentrum unterstehen. Über dessen Reservierungssystem erfolgt die Buchung des Raums, wobei der Pavillon für Jugend+Sport-Veranstaltungen prioritär und kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das Benutzungsreglement muss noch ausgearbeitet werden.

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