«Sportforum Appenzellerland»: Sportler und Mediziner stellen sich allen Fragen rund ums Doping

Das «Sportforum Appenzellerland» thematisiert am Freitag, 23. Oktober, die Dopingproblematik. Mediziner und Sportler stehen an einer Podiumsdiskussion Red' und Antwort.

Lukas Pfiffner
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Spitzensportler sind oft den Vorwürfen des Dopings ausgesetzt. Doch wie wichtig sind diese leistungssteigernde Mittel überhaupt, um gute Resultate erzielen zu können?

Spitzensportler sind oft den Vorwürfen des Dopings ausgesetzt. Doch wie wichtig sind diese leistungssteigernde Mittel überhaupt, um gute Resultate erzielen zu können?

Bild: Fm1today

Wie ist die Dopingbekämpfung national und international aufgebaut? Wer ist Kläger, wer Richter? Welche Rolle spielt Doping im Breitensport? Welche Präventionsprogramme existieren? Um sich über das Thema Doping einen aktuellen Einblick zu verschaffen, ist die Öffentlichkeit zu einem «Sportforum Appenzellerland» eingeladen: Dieses findet am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr im Casino Herisau statt.

Seit 2016 wird das Sportforum in den geraden Jahren gemeinsam von den Sportabteilungen der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sowie der Interessengemeinschaft Sport Herisau organisiert.

Organisation auch als Täter

Die Verordnung von Medikamenten erfolgt manchmal aus gesundheitlichen Gründen (beispielsweise gegen Asthma): Wie ist da die Abgrenzung zur leistungsfördernden Medikation? Die Dopingproblematik ist komplexer geworden. Täter sind in vielen Fällen nicht mehr nur Sportlerinnen und Sportler, die erwischt werden, sondern Organisationen oder Verbände. Neben den Antidopingbehörden ist auch immer wieder von Aufdeckungsjournalisten und «Whistleblowern» zu lesen und zu hören: Welche Rolle spielen sie beim Finden und Beweisen von Dopingvergehen und Dopingnetzwerken?

Livestream im Internet

Ernst König (seit zwei Jahren als Nachfolger von Matthias Kamber, Direktor Antidoping Schweiz) wird am Sportforum ein einleitendes Referat halten. Für das anschliessende Podiumsgespräch haben weitere Gäste zugesagt: Patrik Noack (Chefmediziner von Swiss Olympic), Alfred Stricker (Ausserrhoder Landammann, Vorsteher des Departementes Bildung und Kultur), Miryam Mazenauer aus Bühler (Schweizer Meisterin im Kugelstossen), Simon Ehammer aus Stein (U-20-Europameister im Zehnkampf) sowie Beat Hefti aus Schwellbrunn (Olympiasieger im Zweierbob). Per Videoschaltung teilnehmen wird Simon Getzmann (Handballer vom BSV Bern): Er ist vor fünf Jahren in einer Dopingkontrolle positiv getestet worden – unschuldig, wie es sich herausstellte.

Die Gesprächsleitung hat Martina Brassel (Produzentin und Moderatorin SRF) inne. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher des Sportforums ist beschränkt: Eine Anmeldung ist deshalb obligatorisch. Einerseits wegen der Coronasituation, andererseits auch, um ein grösseres Publikum ortsunabhängig anzusprechen, wird der Anlass live im Internet übertragen.

Anmeldung und Livestream: www.igsport.ch

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