Sport, Videotechnik und ein Krimi

Was sich aus dem Motto «Vo A bis Z: Da machsch etz niä!» der Turnerunterhaltung in Dicken am Samstagabend herauskristallisierte, war eine prächtige Wundertüte, gefüllt mit Akrobatik, Lightshow, Sport, Krimi und Theater.

Cornelia Forrer
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Mit einem gelungenen Feuerwerk in Weiss bezauberte die Jugi mittel das Publikum der Dickener Turnerunterhaltung. (Bilder: Cornelia Forrer)

Mit einem gelungenen Feuerwerk in Weiss bezauberte die Jugi mittel das Publikum der Dickener Turnerunterhaltung. (Bilder: Cornelia Forrer)

Dicken. Die Streiche von Jugendlichen aus dem Dorf, spannen per Videoübertragung den roten Faden des Unterhaltungsprogrammes der Dickener Turnerfamilie. Was mit harmlosen Reiseplänen von Appenzell nach Zürich begann, mündete in eine heisse Verfolgungsjagd der Polizei über Stock und Stein und durch Wald, Stadt und Flur und fand schliesslich in der Dorfgarage Dicken nach dem Crash ein gutes Ende.

Versöhnt an Turnerabend

Dort nämlich gaben sich die Verfolger und Verfolgten endlich die Hand, um gemeinsam an den Turnerabend in der Mehrzweckhalle zu gehen. Wer aber eine Reise tut, der kann auch was erzählen, zum Beispiel vom winterlichen Alpaufzug der Muki-Turner unter der Leitung von Ruth Nef, die mit einer farbenprächtigen Kulisse und lustigen Bewegungsspielen, ihr Publikum in den Bann zogen und eine sehr verdiente Zugabe erturnten. Sowohl die Jugi klein unter der Co-Leitung von Ruth und Ruedi Nef, als auch die Jugi mittel unter Ramona Dierauer und Roman Mutti, begeisterten mit sehr rhythmischen und farbenprächtigen Jumping-Lightshows, die mit Einsatz von technischer Raffinesse entsprechend aufgepeppt wurden.

Gemeinsam stark

Was schon bei den jüngeren Turnerinnen und Turnern kaum zu toppen möglich schien, gelang schliesslich der Aktivriege unter der Leitung von Ramona Dierauer, Sandra Näf und Silvia Baumann mit ihren farbenprächtigen und sehr akrobatischen Blitzlichtern aus Show, Glanz und Gloria.

Doch auch die Damenriege unter Silvia Denoth und Dora Jakob brillierte mit einem Feuerwerk an Rhythmus, Beweglichkeit und Farbe. Die Männerriege unter der Leitung von Peter Roth setzte dem ganzen mit kraftvoller Barrenakrobatik einen würdigen Schlusspunkt. Das Theaterstück «Ned ganz bache», das die Theatergruppe Dicken unter der Regie von Manfred Kühnis im Anschluss an das Turnerprogramm aufführte, war ein weiteres Highlight des Abends mit Happy End und Doppelglück in Haus und Stall. Das «Ah und Oh», das im Publikum während des Abendprogrammes immer wieder zu hören war, war mehr als bloss verdient, und es lässt staunen, dass ein 250-Seelen-Dorf mit einer dementsprechend kleinen Turnerfamilie eine Unterhaltung auf hohem Niveau auf die Beine zu stellen vermag.