Spitalverbund: Sondersitzung gefordert

AUSSERRHODEN. Zu den hohen Bezügen der Verwaltungsräte des Ausserrhoder Spitalverbunds will die Gruppierung der Parteiunabhängigen (Pu) eine ausserordentliche Kantonsratssitzung einberufen. Nötig sind die Unterschriften von 20 Kantonsrätinnen und -räten; die Pu hat 17 Mandatsträger im Rat.

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AUSSERRHODEN. Zu den hohen Bezügen der Verwaltungsräte des Ausserrhoder Spitalverbunds will die Gruppierung der Parteiunabhängigen (Pu) eine ausserordentliche Kantonsratssitzung einberufen. Nötig sind die Unterschriften von 20 Kantonsrätinnen und -räten; die Pu hat 17 Mandatsträger im Rat. Man zeigt sich zuversichtlich, die 20 Unterschriften zusammenzubringen und am kommenden Montag, wenn der Kantonsrat tagt, einen entsprechenden Antrag an das Büro des Kantonsrats zu stellen. Um eine Kantonsratssitzung einzuberufen, dauert es gemäss Geschäftsordnung «in der Regel 20 Tage». Die Pu hofft, dass die Sondersession noch im alten Jahr durchgeführt werden kann.

Auch die FDP-Fraktion hat Stellung genommen. Sie fordert den Rücktritt jener Verwaltungsräte, die unverhältnismässig hohe Entschädigungen bezogen haben. «Im weiteren muss auch die Rolle und Verantwortlichkeit von Regierungsrat Köbi Frei, der in diesem Gremium die Regierung vertritt, geklärt werden», schreibt die FDP in einer Medienmitteilung. Sie will lückenlose Transparenz und Aufdeckung. Dazu gehöre auch eine juristische Aufarbeitung. «Das Verhalten des Verwaltungsrats und die Aufsicht durch die Regierung zeigen klare Schwächen», hält die FDP fest.

Der Verwaltungsratspräsident Thomas Kehl, Davos, hat seinen Rücktritt per Ende Jahr bereits angekündigt. (eg)