Spitalverbund als grosses Thema

Am Dreikönigsgespräch der Gruppe für Innerrhoden ist der geplante Spitalverbund mit Appenzell Ausserrhoden eines der grossen Themen. Frau Statthalter Antonia Fässler steht Red und Antwort.

Markus Fässler
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Antonia Fässler während des Dreikönigsgesprächs. GFI-Präsident Josef Manser macht fleissig Notizen. (Bild: Markus Fässler)

Antonia Fässler während des Dreikönigsgesprächs. GFI-Präsident Josef Manser macht fleissig Notizen. (Bild: Markus Fässler)

APPENZELL. Das Kaminfeuer im Restaurant Stossplatz in Appenzell kam den 16 Anwesenden gelegen. Draussen herrschte klirrende Kälte, drinnen war es wohlig warm. Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) veranstaltete am Montagabend ihr traditionelles Dreikönigsgespräch. Präsident Josef Manser begrüsste als Gast Frau Statthalter Antonia Fässler. Mit der Einladung der Vorsteherin des Innerrhoder Gesundheits- und Sozialdepartements lagen die Themen nahe: Der geplante Spitalverbund mit Appenzell Ausserrhoden, die Zukunft des Spitals Appenzell, aber auch das Pflegeheim oder die aktuelle Asylsituation wurden angeschnitten.

Hoher wirtschaftlicher Druck

Gerade das Thema Spitalverbund wurde intensiv diskutiert. Für Josef Manser kamen die Absichten dazu überraschend. Ein wenig anders sah dies Antonia Fässler. «Ganz so plötzlich kommt das nicht», sagte sie. Da sich der wirtschaftliche Druck auf die Spitäler in den letzten Jahren wegen der neuen Spitalfinanzierung oder der freien Spitalwahl erhöht hat, müssen sich viele Spitäler anders aufstellen. «Beim Spital Appenzell ist dies ebenfalls der Fall», so Fässler. Ein weiterer Grund für die Überlegungen zu einem Spitalverbund sind der Fachkräftemangel. «In einem Verbund wäre dieser behoben.» Der Gesamtverbund, kommt er denn zustande, hätte eine Grösse von rund 1000 Mitarbeitenden und rund 10 000 Patienten pro Jahr. «Das ist entscheidend. Wenn wir unter den neuen Bedingungen auch in Zukunft bestehen wollen, müssen wir wachsen und am Wachstumsmarkt Gesundheitswesen teilhaben.» Aus dem Publikum wurden anschliessend einige Fragen an die Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements gestellt. Dazu gehörte auch, ob der geplante Spitalverbund überhaupt gross genug wäre, um zu überleben. «Das Einzugsgebiet würde rund 70 000 Personen umfassen. Bei dieser Zahl geht man davon aus, dass ein solches Unternehmen getragen werden kann», so Fässler.

Zur Königin gekürt

Nicht fehlen durften am Dreikönigsgespräch die Dreikönigskuchen. Gleich drei Königinnen oder Könige wurden erkoren – darunter auch Antonia Fässler. Den Bienenhonig, den sie dafür erhielt, wollte sie eigentlich innerhalb der Runde weiterverschenken. Doch Josef Manser intervenierte: «Den hast Du Dir verdient. Du bist heute unsere Königin.»

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