Spielbetrieb an einem Abend

Der FC Bazenheid konzentriert seinen Spielbetrieb des Grümpelis auf den Freitagabend. In diesem Jahr erwies sich diese Massnahme auch wettertechnisch als ideal. Trockene Bedingungen und die Alpstein-Vagabunden bescherten einen schönen Besucheraufmarsch.

Beat Lanzendorfer
Merken
Drucken
Teilen
Viel zu besprechen: Zu später Stunde an der Bar. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Viel zu besprechen: Zu später Stunde an der Bar. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Was machen, wenn die Bedürfnisse vielfältiger werden, der Mensch immer kurzfristiger entscheidet, was er am Abend unternimmt, und die Ansprüche an ein Grümpeli nicht mehr die gleichen sind wie vor fünf, zehn oder zwanzig Jahren?

Die veränderten Begebenheiten hat man auch beim FC Bazenheid zur Kenntnis genommen und versucht mit neuen Angeboten, im Trend zu bleiben. Dazu gehört auch das Jassen, das sich zu einer beliebten Alternative entwickelt hat.

Keine Grümpeli-Hochburg

Dazu ist zu sagen, dass der Ifang auch in den glorreichen Neunzigern nie eine Grümpeli-Hochburg wie zum Beispiel Ebnat-Kappel war. Drei-Tage-Feste mit über hundert Mannschaften bildeten schon damals die grosse Ausnahme. Trotzdem wird das Fest am Ende der Saison auch im Alttoggenburg nicht untergehen, weil es nach wie vor eine nicht wegzudenkende Einnahmequelle des Fussballclubs darstellt. Diese Meinung vertritt auch OK-Präsident Danny Lüthi: «In fünf Kategorien sind dreissig Mannschaften am Start. Wären nur die hier, die Fussball spielen, wäre dies klar zu wenig. Weil die Leute mittlerweile aber viel lieber den Spielen nur beiwohnen, statt selber die Fussballstiefel zu schnüren, und sich zwischendurch gerne im Festzelt verpflegen, sind wir mit dem Aufmarsch trotzdem sehr zufrieden.»

Pommes frites und Barbetrieb

Ins gleiche Horn bläst Chefkoch und Festwirt Heinz Tanner: «Bereits um 21 Uhr waren weit über 100 Kilogramm Pommes frites verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr viel mehr.» Wobei dies keineswegs auf ein allfälliges «Frustfressen» ob des Nichtaufstiegs der ersten Mannschaft zurückzuführen war. Der dritte zweite Platz in Serie in der Meisterschaft war bei den wenigsten ein Thema. Vielmehr genossen die Besucher die gute Stimmung zu den Klängen der Alpstein-Vagabunden. Ruhiger, aber keineswegs still wurde es erst weit nach Mitternacht, als die Rangverkündigung der Älteren vorbei war. Die besten Schülerteams durfte ihre Preise schon drei Stunden früher abholen. Das mit der guten Laune konnte dann auch Barchef Tom Burri bestätigen: «Ich habe meinen temporären Arbeitsplatz erst nach sechs Uhr am Morgen verlassen. Die Hartnäckigsten wollten auch noch bleiben, als der Tag die Nacht längst ins Bett geschickt hatte.»

Apropos Bett: Dieses sah Tom Burri am Wochenende nur bedingt, denn bei der Comedy Night am Samstagabend stand er wieder hinter dem Tresen.

12er-Club: Gern gesehene Gäste am Grümpeli.

12er-Club: Gern gesehene Gäste am Grümpeli.

Lobenswert: Die erste Mannschaft beim «Chrampfen».

Lobenswert: Die erste Mannschaft beim «Chrampfen».

Jassen: Gute Alternative für Fussballer und Schwinger.

Jassen: Gute Alternative für Fussballer und Schwinger.

Schwelgen in Erinnerungen: Cornel Brägger (links) und Thomas Elmiger.

Schwelgen in Erinnerungen: Cornel Brägger (links) und Thomas Elmiger.

Andreas Scherrer tanzt den Grossen auf der Nase herum.

Andreas Scherrer tanzt den Grossen auf der Nase herum.