Spieglein, Spieglein an der Wand…

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

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So schliesst die Ausserrhoder Regierung im virtuellen Schönheitswettbewerb ab. (Bild: pd)

So schliesst die Ausserrhoder Regierung im virtuellen Schönheitswettbewerb ab. (Bild: pd)

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Die böse Königin im Märchen benutzte bekanntlich ihren magischen Spiegel, um sich zweifelsfrei von der eigenen Schönheit zu überzeugen. Im Computerzeitalter erledigt diese Aufgabe der heimische Rechner. Ein Forscherteam der ETH Zürich hat zusammen mit dem Zürcher Start-up-Unternehmen «Blinq» die Webseite faces.ethz.ch entwickelt. Sie soll gemäss ihrer Erschaffer ein objektives Urteil über die Schönheit eines Menschen treffen können. Auf einer sechsstufigen Skala teilt die Anwendung Porträtfotos in die Kategorien «Hmm…», «Ok», «Hübsch» («Nice»), «Heiss» («Hot»), «Überwältigend» («Stunning») und «Göttlich» («Godlike») ein.

«Schönheit ist ein gar willkommener Gast», sinnierte bereits Goethe. An dieser Erkenntnis hat sich bis heute wenig geändert. Wie uns Forscher immer wieder wissen lassen, verschafft Schönheit den Menschen schon früh im Leben Vorteile. Schöne Babies bekommen mehr Aufmerksamkeit, schöne Kinder die besseren Schulnoten. Schöne Erwachsene profitieren von positiven Vorurteilen: Sie werden für sozial kompetenter, erfolgreicher, intelligenter, sympathischer, selbstsicherer, kreativer, geselliger, fleissiger, zufriedener und leidenschaftlicher gehalten.

Die Mitglieder der Ausserrhoder Regierung haben sich ihren Status wohl auf andere Weise als mit ihrem Äusseren verdient. Anders lassen sich die Ergebnisse des nebenstehenden Versuchs nicht einordnen. Wir haben das offizielle Gruppenbild mit Hilfe der ETH-Webseite analysiert. Das Bild von Marianne Koller quittiert die Anwendung lediglich mit einem kühlen «Hmm…». Auf ein brötiges «Ok» bringen es die Herren Matthias Weishaupt, Köbi Frei, Paul Signer und Alfred Stricker. Man mag den Ausserrhoder Magistraten zugute halten, dass beim Gruppenbild nicht jeder von ihnen so perfekt ausgeleuchtet wurde, wie es vielleicht an einem Einzelshooting möglich gewesen wäre. Einer kommt beim virtuellen Schönheitsduell dennoch extrem gut weg: Ratschreiber Roger Nobs beurteilt die Software schlicht und ergreifend als «Göttlich». (ker)

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