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14 Teams fahren ans Rheinknie

Am letzten kantonalen CS-Cup-Turnier haben sich die Siebtklässler spannende Duelle geliefert. Der Sieger darf wie 13 andere Teams aus dem Appenzellerland gegen die nationale Konkurrenz antreten.
Yann Lengacher
Bei den Siebtklässlern kam es am Appenzeller CS-Cup gleich mehrmals zum Penaltyschiessen. (Bild: Yann Lengacher)

Bei den Siebtklässlern kam es am Appenzeller CS-Cup gleich mehrmals zum Penaltyschiessen. (Bild: Yann Lengacher)

Schülerturniere repräsentieren den Fussball in seiner reinsten Form: Auf dem Feld stehen nicht schwerreiche Profis, sondern 14 Schüler, die in ihrer Freizeit einfach Spass am «Tschutte» haben wollen. Trotzdem mangelt es an solchen Turnieren oft nicht an Spannung. Das bewiesen die neun Knabenmannschaften aus der siebten Klasse am Mittwochnachmittag auf dem Sportplatz Wühre in Appenzell.

Unter bewölktem Himmel lieferten sich die Spieler am Appenzeller CS-Cup spannende Partien. In der Gruppe A hatten nach den Vorrundenspielen gleich drei Mannschaften neun Punkte und dasselbe Torverhältnis. Da auch anhand der Direktbegegnungen keine zwei Gruppensieger ermittelt werden konnten, kam es schon vor den K.O.-Spielen zu einem Penaltyschiessen. Es traten drei Teams aus Teufen, Heiden und Gais gegeneinander an. Letzteres schied dabei aus.

Enge, aber faire K.O.-Partien

In den Halbfinals kam es dann zu den Paarungen Heiden – Waldstatt und Speicher – Teufen. Während das Mittelländer Derby lange ausgeglichen war, konnte Heiden einen Rückstand in einen 3:1-Sieg umwandeln. Speicher bahnte sich mit einem 2:1-Erfolg den Weg ins Finale und konnte ein schönes Weitschuss-Tor erzielen. Den Gewinnern der Halbfinals blieb nach deren jeweiligen Partien nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Nach etwa fünf Minuten jagten sie schon wieder dem runden Leder nach. Der Schiedsrichter hielt die Spieler zuvor dennoch kurz an, sich Handshakes zu geben. Und er verteilte noch die Ämtli für die Aufräumarbeiten: «Die Gewinner bleiben nachher hier und räumen den Platz auf. Das machen wir hier immer so.» Siegern solle es schliesslich leichter fallen, diese Aufgabe zu übernehmen, fügte er an und lachte.

Die Finalpartie gestaltete sich als äusserst knapp. Sowohl Heiden als auch Speicher funktionierten als Mannschaft ausgezeichnet. Besonders beeindruckend: Wenn ein Spieler den Platz verlassen sollte, weil der Trainer rief, folgten die Spieler ohne Wenn und Aber. Auch Unsportlichkeiten gab es kaum. Gegen Ende der Partie schienen die Knaben aus Heiden langsam aber sicher die Oberhand zu gewinnen. Nach einem Eckball setzte ein junger Heidler den Ball mit einem wuchtigen Kopfball an die Latte. Wäre der Ball im Netz gelandet, hätten die Heidler damit das Ticket für das Finalturnier in Basel wohl auf sicher gehabt. So aber blieb es beim Spielstand von Null zu Null und das Penaltyschiessen musste über einen Sieger entscheiden. Auch dieses erwies sich als äusserst knapp. Gingen zuerst die Speicherer in Führung, verschossen sie danach zweimal. Im sechsten Anlauf verschoss Heiden schliesslich entscheidend.

Speicherer Schulbuben dürfen nach Basel

Die Siebtklässler aus Speicher haben sich als letztes Team aus dem Appenzellerland für das Finalturnier qualifiziert. Jubelnd stürzte sich die ganze Speicherer Mannschaft auf den Torwart. Freude herrschte. «Dass wir jetzt ans Finalturnier dürfen ist schon krass, unglaublich!», sagt ein Knabe aus dem Siegerteam. Im Penaltyschiessen habe man natürlich auch ein bisschen Glück gehabt. Trotz des Siegestaumels und der Freude über die Qualifikation für das Turnier in Basel vergassen die Knaben aus Speicher nicht, den Platz aufzuräumen. Die Heidler gingen nach dem Spiel zwar als unglückliche, aber sehr faire Verlierer vom Platz. Sie dürfen trotz Niederlage auf ein tolles Turnier stolz sein. Am 12. Juni werden in Basel Knaben und Mädchen von der 4. bis zur 9. Klasse aus der ganzen Schweiz antreten. In der Regel qualifizieren sich bis zu 300 Mannschaften für den Finaltag. Das nationale Amateurturnier findet dieses Jahr bereits zum 20. Mal statt.

Die qualifizierten Mädchenteams:

4. Klasse: Gais (Diem) 5. Klasse: Heiden (Rothenberger) 6. Klasse: Herisau (Steiner) 7. Klasse: Heiden (Eschenmoser) 8. Klasse: Teufen (Züger) 9. Klasse: Herisau (Flückiger)

Die qualifizierten Knabenteams:

4. Klasse: Herisau (Mettler) 5. Klasse: Appenzell (Streule) 6. Klasse: Bühler (Derungs) 7. Klasse: Speicher (Blumer) 8. Klasse: Appenzell (Hörler) 9. Klasse: Teufen (Reinhardt)

Die qualifizierten gemischten Teams:

4. Klasse: Waldstatt (Kuratli) 4. Klasse: Gonten (Grunder

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