Speicherer Familie hat beim Brand alles verloren

SPEICHER. Einen Tag nachdem eine Mieterfamilie in Speicher bei einem Hausbrand Hab und Gut verloren hat, bot die Gemeinde Hilfe an. Der Eigentümer des Hauses wird nach heutigem Kenntnisstand bei einem Wiederaufbau von der Assekuranz voll entschädigt.

Roger Fuchs
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Ein Horror für alle Beteiligten: Liegenschaft in Speicher ist am Dienstagabend komplett niedergebrannt. (Bild: kpar)

Ein Horror für alle Beteiligten: Liegenschaft in Speicher ist am Dienstagabend komplett niedergebrannt. (Bild: kpar)

Windböen verursachten am Dienstagabend ersten Erkenntnissen zufolge einen Funkenflug von einer offenen Feuerstelle direkt neben der Westfassade des Bauernhauses in der Ebni 6 in Speicher. In der Folge brannte die ganze Liegenschaft nieder. Speichers Gemeinderatsschreiber Stefan Weber traf sich am Tag nach dem Unglück mit der Familie, die im Haus zur Miete war. Sie wirkten gemäss Weber gefasst, dennoch sei es natürlich ein schwer zu verarbeitendes Ereignis. «Sie haben alles verloren», so Weber. Immerhin könne die Familie auf ein gutes Umfeld zählen, das sie trage.

Versicherungssituation klären

Beim Treffen zwischen dem Gemeinderatsschreiber und der Familie wurden die weiteren Schritte besprochen. Zum einen muss die Familie die verlorenen, amtlichen Dokumente wieder anfordern, zum anderen wird sie klären müssen, in welcher Form sie Unterstützung von den Versicherungen kriegt. Nach entsprechender Rückmeldung wird die Gemeinde gemäss Weber prüfen, ob sie ebenfalls finanzielle Mittel sprechen kann. Derzeit wohnt die Familie bei Bekannten, Nothilfe braucht sie nicht. Die Familie könnte, wenn sie es wünschte, das Care-Team in Anspruch nehmen.

Am kommenden Montag wird sich der aus den Ferien zurückkehrende Gemeindepräsident Peter Langenauer der Angelegenheit annehmen. Aus der Bevölkerung selbst gibt es, wie bei der Gemeinde weiter zu erfahren ist, einzelne Anfragen, der Familie zu helfen. Eine konzentrierte Spendenaktion ist bislang jedoch nicht initiiert worden.

Entschädigung für Eigentümer

Für den Gebäudeschaden – dieser wird auf 580 000 Franken geschätzt – kommt die Ausserrhoder Gebäudeversicherung Assekuranz auf. Gemäss Richard Grüninger, Leiter des Schadenwesens, war der Eigentümer des Hauses nicht vor Ort. Folglich kann ihm keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden und er kriegt die Schadenssumme ausbezahlt, so er die Liegenschaft im gleichen Rahmen wieder aufbaut. «Geschieht dies nicht, wird nur der Verkehrswert entschädigt», wie Grüninger sagt.

Was die Brandursache betrifft, so erhärtet sich gemäss Ueli Frischknecht, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, der Verdacht, dass der Brand durch das Grillieren ausgelöst worden sei. Nach wie vor habe der kriminaltechnische Dienst die Spurensicherung jedoch nicht abgeschlossen.