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SPEICHER: Wohnbaugenossenschaft wurde gegründet

Die Überbauung Unterdorf nimmt Formen an. Als Bauherrin wird eine Wohnbaugenossenschaft auftreten. Diese wurde nun gegründet. Dennoch gibt es zum Projekt noch einige offene Fragen.
Die Verwaltung der neuen Wohnbaugenossenschaft: Willy Müller, Baufachmann, Stephan Rausch, Architekt, Fredy Zünd, Gemeinderat, Claudia Neff Koller, Gemeinderätin und Franz Knechtle, Finanzen. (Bild: Astrid Zysset)

Die Verwaltung der neuen Wohnbaugenossenschaft: Willy Müller, Baufachmann, Stephan Rausch, Architekt, Fredy Zünd, Gemeinderat, Claudia Neff Koller, Gemeinderätin und Franz Knechtle, Finanzen. (Bild: Astrid Zysset)

Der formelle Teil der Gründung der Wohnbaugenossenschaft, welche die Überbauung Unterdorf realisieren soll, war schnell vorüber: Architekt Stephan Rausch wurde zum Präsidenten der fünfköpfigen Verwaltung gewählt und die Statuten wurden genehmigt. Länger zu reden gab der Frageblock. An der öffentlichen Gründungsversammlung am Mittwochabend im Buchensaal waren nicht nur die 20 Gründungsmitglieder zugegen, sondern auch noch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die mit einer Mitgliedschaft in der Genossenschaft liebäugeln. Und für diese war noch einiges unklar. Wie gross werden die Wohnungen? Was wird im Eigentum veräussert, was vermietet? Sind die Wohnungen auch für das Gewerbe beziehbar und wie teuer werden sie überhaupt? Rausch konnte nur wenige konkrete Angaben liefern. So weit sei die Planung noch nicht fortgeschritten. Nur soviel: Mehrheitlich gebe es 4,5 Zimmer-Wohnungen zu wahrscheinlich 1600 Franken Miete pro Monat. Und der Einzug von Gewerbebetrieben ist nicht vorgesehen. «Lediglich eine Kindertagesstätte ist angedacht. Mehr nicht», so Rausch.

Jacques-Michel Conrad ist Geschäftsführer des Verbands Wohnbaugenossenschaften Ostschweiz und wird auch das Projekt Unterdorf begleiten. Er betonte, er habe noch nie eine Wohnbaugenossenschaft gesehen, die bei der Gründung ein Projekt vorweisen konnte, das dermassen weit fortgeschritten sei. Auch in puncto Finanzierung. Die Verwaltung wollte lange Zeit keine Stellung dazu nehmen, wie viel Geld bereits zusammengekommen ist. Erst nachdem seitens der Bürgerinnen und Bürger an der Versammlung Unverständnis geäussert wurde, bekannten die Mitglieder Farbe. Franz Knechtle, zuständig für die Finanzen innerhalb der Verwaltung, meinte, dass man mittlerweile «deutlich über eine halbe Million» zugesichert bekommen habe. Dieses Geld muss bis zum Baubeginn – voraussichtlich anfangs 2019 – eingezahlt werden. Anschliessend wird es zu einem Prozent verzinst.

Die zweite kantonale Vorprüfung des Projektes soll noch im ersten Halbjahr 2018 stattfinden. Mitte Jahr würde es dann erstmals öffentlich aufgelegt. Nun geht also alles ganz schnell: Die insgesamt 70 Wohneinheiten, die im Gebiet Unterdorf entstehen, sollen bereits im Jahre 2020 bezugsbereit sein. Bis dahin sollen dann auch die letzten offenen Fragen geklärt werden – der genaue Wohnungsmix wurde noch nicht definiert, Verhandlungen, ob die Gemeinde den Boden der Genossenschaft verkauft oder im Baurecht abgibt, stehen noch aus, wie auch die Vorgehensweise, wer den Zuschlag bekommt, wenn es mehr Interessenten als Wohnungen gibt.

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

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