Speicher wird Klinikdorf

SPEICHER. Die Berit-Klinik zügelt von Teufen nach Speicher – auf die Vögelinsegg. Geplant werden dort jedoch zwei Kliniken. Denn auch die Klinik Bellavista will nach Speicher.

Bruno Eisenhut
Merken
Drucken
Teilen

Offizielles Haupttraktandum der öffentlichen Versammlung (ÖV) in Speicher am Montagabend war der Voranschlag 2012. Wesentlich mehr Bedeutung für die Zukunft habe aber, so Gemeindepräsident Peter Langenauer unter dem Traktandum Varia, die Klinikplanung auf der Vögelinsegg. Die Berit-Klinik plane den Umzug von Teufen nach Speicher nun definitiv, da der Betrieb am bisherigen Standort nicht vergrössert werden könne. Mit rund 135 Arbeitsplätzen sei zu rechnen. Hinzu kämen 35 externe Ärzte, die jährlich rund 3500 Operationen durchführten. «Dies ist ein Meilenstein für Speicher und zudem eine grosse Chance», blickte Langenauer anlässlich der ÖV optimistisch in die Zukunft. Und der guten Nachrichten war dies noch nicht genug. Mit der Klinik Bellavista wolle eine weitere Privatklinik ihren Sitz nach Speicher, ebenfalls auf die Vögelinsegg, verlegen. Zusätzlich rund 50 Arbeitsplätze seien hierfür vorgesehen.

Projekt- und Lenkungsgruppe

Die weitere Planung soll umfassend erfolgen. Vielerlei Gremien werden dabei in Einbezug genommen. Damit wolle man potenziellen Problemen frühzeitig ausweichen, so der Speicherer Gemeindepräsident. Im Projektteam erarbeiten Architekten, Verkehrs- und Landschaftsplaner eine bestmögliche Lösung. Denn: Ein Objekt zu erstellen, ohne etwas davon zu sehen, sei nicht möglich, erklärte der sichtlich optimistische Peter Langenauer. Im weiteren bilden die Bauherrschaft zusammen mit Gemeindebehörden, Vertretern des Kantonalen Tiefbauamts, der Appenzeller Bahnen, der Kantonalen Denkmalpflege und externen Fachexperten eine Lenkungsgruppe.

Kaum Budgetdiskussionen

Wenig Anlass zu Diskussionen gab die Präsentation des Voranschlags 2012. Der verantwortliche des Ressorts Finanzen, Franz Knechtle, stellte diesen vor. Die laufende Rechnung 2012 sieht bei Aufwendungen von gut 20,53 Mio. und Erträgen von gut 20,57 Mio. einen Ertragsüberschuss von rund 39 000 Franken vor. Das ausgeglichene Budget könne dank eines reduzierten Abschreibungssatzes erreicht werden, teilte der finanzverantwortliche Gemeinderat am Montagabend mit. Den Berechnungen liegt der unveränderte Steuerfuss von 3,7 Prozent zugrunde. Das letzte Wort zum Voranschlag 2012 hat nun der Souverän. Am 27. November stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne über das Budget ab.