Der Entscheid fiel an der Urne: Das Hallenbad Speicher ist gerettet

Grosse Zustimmung für das Hallenbad in Speicher: Mit 1593 Ja- zu 558 Nein-Stimmen wurde im Rahmen einer Grundsatzentscheidung an der Urne die Sanierung beschlossen. Für Gemeindepräsident Paul König kam dieser Entscheid nicht überraschend.

Astrid Zysset
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Speicher hat Ja zur Zukunft des Hallenbads gesagt. Nun wird ein Vorprojekt zur Sanierung ausgearbeitet.

Speicher hat Ja zur Zukunft des Hallenbads gesagt. Nun wird ein Vorprojekt zur Sanierung ausgearbeitet.

Bild: David Scarano

Klarer Entscheid in der Grundsatzabstimmung um die Zukunft des Hallenbads Buchen in Speicher: Mit 1593 Ja- zu 558 Nein-Stimmen wurde die Sanierung des in die Jahre gekommenen Bades beschlossen. Für Gemeindepräsident Paul König kam das Resultat nicht überraschend: «Die Stimmung im Dorf hat im Gros schon länger in diese Richtung gezeigt.» Trotzdem ist er froh, dass die Entscheidung dermassen deutlich ausgefallen ist. «Es ist kein Zufallsmehr, sondern ein klares Verdikt, das uns zeigt, dass die Bevölkerung hinter dem Hallenbad steht.»

Die Stimmbeteiligung lag bei 69,42 Prozent und ist damit bedeutend höher, als die umliegenden Gemeinden bei ihren jeweiligen kommunalen Vorlagen erreichen konnten. König zeigt sich erfreut, dass sich die Bürgerinnen und Bürger so stark für das Geschehen in Speicher interessieren.

Genaues Sanierungsprojekt wird jetzt ausgearbeitet

Das Projekt gehe nun in die nächste Phase, so der Speicherer Gemeindepräsident weiter. In den nächsten sechs bis neun Monaten werde ein Vorprojekt ausgearbeitet, über welches die Stimmbevölkerung voraussichtlich im Herbst 2021 an der Urne befinden kann. In diesem Vorprojekt wird auch die genaue Kostenevaluation zur Sanierung enthalten sein. Die Aufwendungen werden aktuell erst grob mit einem Rahmen von sechs bis sieben Millionen Franken angegeben. Sollten die Speicherer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Projekt zustimmen, könnten bereits im Jahre 2022 die Bauarbeiten beginnen.

Die Zeit zur Sanierung drängt

Ein enger Zeitplan. Doch der ist nicht freiwillig gewählt. Das Hallenbad hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. «Es kann jeden Moment ein Schadensfall eintreten», gibt König zu bedenken. Dann würde die Reparatur aufwendig werden. Viele Ersatzteile sind nur schwierig zu bekommen. Die Inbetriebnahme des Bades war 1978. Diverse Maschinen und Geräte stammen noch aus dieser Zeit. Weiter haben die Armierungseisen in der Betonkonstruktion des Beckens zu rosten begonnen. Der Beton ist an einzelnen Stellen abgeplatzt, Wasser tritt aus. Hätte die Stimmbevölkerung vergangenen Sonntag die Sanierung abgelehnt, hätte das Hallenbad demnächst geschlossen werden müssen.

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