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SPEICHER: Genossenschaft wird gegründet

70 Wohnungen sollen im Gebiet Unterdorf entstehen. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Realisierung. Lange war es still, der aktuelle Projektstand wurde nicht kommuniziert. Warum eigentlich?
Astrid Zysset
So soll die Überbauung Unterdorf einmal aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll die Überbauung Unterdorf einmal aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Jetzt wird die Wohnbaugenossenschaft für die Überbauung Unterdorf gegründet. Das lässt Gemeinderätin und Mitglied der Arbeitsgruppe Planung, Claudia Neff Koller, verlauten. Die öffentliche Gründungsversammlung findet am 28. März statt. Für die Geschäftsführung wird dann die Weber Verwaltungen AG aus St. Gallen, unter anderem auch die Geschäftsstelle von Wohnbaugenossenschaften Schweiz, vorgeschlagen. Mit dieser Zusammenarbeit gewinne man mehr Professionalität, Erfahrung und Know-how sowie Kontakte zu anderen Wohnbaugenos- senschaften. Die Wohnbaugenossenschaft Speicher werde Mitglied im Regionalverband Ostschweiz. «Und vielleicht erschliessen sich uns dann weitere Interessenten, die sich finanziell an der Umsetzung beteiligen wollen», so Neff Koller. Die einstige Idee, ein Projekt von Speicherer für Speicherer zu realisieren, werde zwar weiterverfolgt, dennoch möchte man sich öffnen. «Genossenschafter können alle werden. Es ist uns ein Anliegen, dass die Wohnbaugenossenschaft von Fachpersonen geführt wird. Selbstverständlich sind im Vorstand aber weitere Interessenten willkommen.»

Das Projekt Unterdorf nimmt also Form an. Lange war es ruhig. Die Kritik, die in der Bevölkerung laut wurde, dass die Arbeitsgruppen schon lange nicht mehr über den aktuellen Stand informiert hätten, lässt Neff Koller «gelten». Sie sagt, dass es ein gemeinsamer Entscheid gewesen sei, dass der Schritt an die Öffentlichkeit erst wieder gemacht wird, wenn es Neuigkeiten gibt. «Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass es so lange dauert.» Anfragen seien jedoch beantwortet worden. 97 Interessenten für die Wohnungen/Doppel-Einfamilienhäuser gebe es derzeit. Diese stehen alle auf einer Liste. Und diesen wurde auch mitgeteilt, dass erst wieder informiert wird, wenn das Projekt fortgeschritten sei. «Die Interessentenhaben das verstanden. Nie haben wir von ihnen Ungeduld erfahren», so Neff Koller. Darum sei sie überrascht gewesen, als Kritik über das Schweigen bezüglich Unterdorf an der vergangenen Volksversammlung laut wurde. Neff Koller hält selbstkritisch fest, dass man vielleicht hätte berichten können, «man sei dran». Das Projekt sei nämlich nie stillgestanden.

Beim Projekt Unterdorf soll im gleichnamigen Gebiet bezahlbarer Wohnraum entstehen. Rund 70 Wohnungen sind vorgesehen. Gesamtinvestitionsvolumen: 30 bis 35 Millionen Franken. Eine Arbeitsgruppe Planung und eine, welche die Finanzierung sicherstellen soll, arbeiten an der Realisierung. Und die geht langsamer voran als ursprünglich gedacht. Mitglieder der Arbeitsgruppe Planung werten aktuell den kantonalen Vorprüfungsbericht zum Gestaltungsplan aus und anfangs März wird dieser mit dem zuständigen Amt in Herisau besprochen. Anschliessend werden Bereinigungen vorgenommen. Grosse Projektanpassungen werde es aber wohl keine geben. Neff Koller rechnet vielmehr damit, dass beim Gespräch in Herisau die offenen Fragen zur Ausnützungsziffer und dem Überschneiden zweier Wohnzonen geklärt werden können. «Geduld wird es aber auch nachher brauchen. Solch grosse Projekte brauchen viel Zeit.» Geplant ist, bis Juni den überarbeiteten Gestaltungsplan zur zweiten kantonalen Vorprüfung einzureichen. Deren Ergebnisse werden voraussichtlich dann im September in den Arbeitsgruppen behandelt.

Und wie läuft es bei der Finanzierung? Wie viel Kapital die Bauherrschaft respektive die zu gründende Wohnbaugenossenschaft zusammen bekommen hat, möchte Neff Koller nicht beziffern. Nur soviel: Die bisherigen Zahlungsversprechen würden ausreichen, die nächsten Schritte anzugehen. Dennoch: Das Kapital zu sammeln, ging nicht so schnell wie erhofft. Und nachdem ein einzelner Bürger einen eher negativen Zeitungsbericht initiierte, kam die Arbeit gar ins Stocken. Potentielle Genossenschafter waren verunsichert. Die Arbeitsgruppe Finanzierung entschied daraufhin, auf das Dauerinserat mit dem Kapitalstand im Gemeindeblatt zu verzichten.

Hinweis

Über das Projekt Unterdorf wird an der öffentlichen Versammlung vom Mittwoch, 21. März, um 20 Uhr, im Buchensaal informiert.

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