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SPEICHER: Ein Doppelmord, der bewegte

Gerüchte um Hexerei, ein totes Ehepaar, und ein Speicherer Täter, dem ein Nervenleiden und ein Sturz auf den Kopf nachgewiesen wurde – ein Mordfall, der die Schweiz im März 1916 stark beschäftigte.
Stephanie Sonderegger
Das Gasthaus Birt um 1900. Im Birt wuchs der Täter auf. (Bild: pd)

Das Gasthaus Birt um 1900. Im Birt wuchs der Täter auf. (Bild: pd)

SPEICHER. Hundert Jahre ist es her, als ein 23-Jähriger das Ehepaar Bruderer umbrachte. Der junge Mann war der Sohn des Land- und Gastwirts des Gasthauses Birt in Speicher. Nachdem er am 6. März 1916 seine Schwester besucht hatte, geriet er in einen Streit mit der Frau des Ehepaars Bruderer vor dessen Haus. Der junge Mann griff darauf zum Revolver. Das Einschreiten des Ehemannes verschlimmerte die Situation – er wurde angeschossen und erlag seinen Verletzungen. Nachdem sich die Auseinandersetzung ins Haus des Ehepaares verlagert hatte, griff der Täter zum Messer und tötete die Frau ebenfalls.

Licht in die Hintergründe der Tat brachte erst die Gerichtsverhandlung: Der Täter litt schon in Kindheitsjahren an einem schweren Nervenleiden. Zudem sei er aus beträchtlicher Höhe auf den Kopf gefallen. Das Ehepaar Bruderer, insbesondere die Ehefrau, hingegen wurde von den Einwohnern Speichers weiterhin verdächtigt, schwarze Magie ausgeübt zu haben.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 5. März.

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