SPEICHER: Die Kandidaten werden weniger

Die FDP nominierte vergangene Woche ihren Parteipräsidenten für die Wahl zum Gemeindepräsidenten. Derweil stehen den möglichen Kandidaten die Fragen anderer Parteien noch bevor.

Bruno Eisenhut
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In Speicher wird im kommenden Jahr das Gemeindepräsidium neu besetzt. Ein Trio scheint die Besetzung dieses Amtes unter sich auszumachen. (Bild: APZ)

In Speicher wird im kommenden Jahr das Gemeindepräsidium neu besetzt. Ein Trio scheint die Besetzung dieses Amtes unter sich auszumachen. (Bild: APZ)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung.ch

Wenn am 8. April die Stimmbevölkerung von Speicher an der Urne die Nachfolge des zurücktretenden Gemeindepräsidenten bestimmt, soll Roland Fischer gewählt werden, findet die Mehrheit der FDP Speicher. Die Partei hat ihren Präsidenten kürzlich als Kandidaten nominiert.

Mehr Zeit für die Nomination will man sich bei der örtlichen SVP lassen. Deren Präsident ­Anick Volger erklärt gegenüber der «Appenzeller Zeitung», dass die SVP frühestens Ende Januar drei Personen zum Hearing einladen werde. Drei Personen deshalb, weil die überparteiliche Kommission aus rund einem Dutzend Bewerbenden die Dossiers der «Geeignetsten» den Parteien zur Prüfung empfiehlt. Die SVP werde aus dem von der FDP nominierten Roland Fischer und Ruedi Herzig (beide Speicher) sowie Markus Schefer aus der Nachbargemeinde Trogen auswählen, so Volger. Herzig und Schefer bewerben sich als Parteiunabhängige für das Amt. Dass die SVP noch eine Person aus den eigenen Reihen präsentiert, davon geht Volger derzeit nicht aus.

Sehr ähnlich tönt es bei den politischen Gegnern aus dem linken Lager. Die SP wird am 7. Dezember festlegen, wen sie bei der Kandidatur unterstützen will. Wie bei der SVP, steht aber auch bei der SP fest, dass sie keine Person aus der eigenen Partei nominieren werde. Es hätte sich niemand für dieses Amt interessiert, erklärt Maria Barbara Barandun Scherrer.

Auswahl noch offen

Als weitere politische Kraft mischt der Standpunkt Speicher im lokalen politischen Geschehen mit. Die Partei stellt im aktuellen Gemeinderat zwei Mitglieder. Interimspräsident Christoph Gschwend erklärt, dass der Standpunkt Speicher keine eigene Kandidatur lancieren werde. Viel mehr würden die von der Kommission empfohlenen Kandidaten angehört und dann das weitere Vorgehen festgelegt. Am 7. Dezember trifft sich der Standpunkt Speicher diesbezüglich zu einer ausserordentlichen Sitzung. Die Parteien und Verbände werden somit in nächster Zeit festlegen, wer offiziell als Kandidat unterstützt wird.

Ob die Stimmberechtigten von Speicher am 8. April 2018 aus mehreren Personen auswählen können, ist noch offen. Der von der Findungskommission als eine der Optionen festgelegte Markus Schefer aus Trogen erklärte gegenüber der «Appenzeller Zeitung», dass er nur dann offiziell zur Wahl antreten werde, wenn er von einer Partei oder einer Organisation nominiert werde. Anders tönt es beim Speicherer Ruedi Herzig. Er gehe davon aus, dass sich mindestens eine der Parteien oder einer der Verbände hinter ihn stellen werde.