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SPEICHER: Auf Männerjagd in Thailand

Gestern startete die sechste Staffel der TV-Kuppelshow «Der Bachelor». Eine der 21 Kandidatinnen, die um die Gunst des begehrten Junggesellen buhlen, kommt aus dem Appenzellerland.
Karin Erni
Ob die sportliche Dragana Baric aus Speicher beim Bachelor punkten kann? In spätestens neun Wochen werden es die Fernsehzuschauer wissen. (Bild: 3+)

Ob die sportliche Dragana Baric aus Speicher beim Bachelor punkten kann? In spätestens neun Wochen werden es die Fernsehzuschauer wissen. (Bild: 3+)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

«Plötzlich wollen alle etwas von mir», sagt Dragana Baric und lacht. Seit die Kandidatinnen für die sechste Staffel der Fernsehsendung «Der Bachelor» bekannt sind, häufen sich die Interviewanfragen bei der 22-Jäh­rigen. Sie ist in Vorarlberg aufgewachsen und wohnt heute in Speicher. Seit zwei Jahren ist sie Single, davor hatte sie zwei Beziehungen. «Ich bin voll altmodisch.» Sie sei streng katholisch erzogen worden, sagt die gebürtige Kroatin. «Meine Mutter hat mich immer dazu angehalten, pünktlich und freundlich zu sein.» Ausgang gab es erst, als sie schon fast erwachsen war. Bei ihren eigenen Kindern würde sie es ebenso machen. «Kinder brauchen eine gewisse Führung. Viele Kinder entgleiten ihren Eltern heute zu sehr», ist sie überzeugt.

«Ich habe gewisse Ansprüche an den Charakter eines Mannes», sagt die Kandidatin. Ein Gentleman müsse er sein, der ihr die Türe aufhalte. Ihr Wunschmann sollte gleichzeitig auch der beste Kollege sein. Ob der aktuelle ­Bachelor Joel Herger diese Bedingungen erfüllt? Als sie ihn in Thailand das erst Mal gesehen habe, habe sie schon Herzklopfen verspürt, sagt die Kandidatin. «Er ist ein schöner Mann und er sieht real sogar noch besser aus, als auf den Bildern.» Er habe eine gute Ausstrahlung und sei sehr sympathisch. Sie und er hätten sich von Anfang an gut verstanden.

Wette verloren, Teilnahme gewonnen

Ihre Idee sei es nicht gewesen, auf diese Art nach einem Partner zu suchen, sagt Dragana Baric. Angemeldet für die Sendung wurde sie vor einem Jahr von Kollegen, weil sie eine Wette verloren hatte. Im August hiess es dann ab nach Thailand für die Dreharbeiten. Wie lange sie genau dort war, darf sie nicht verraten, da dies Rückschlüsse auf das Ergebnis zulassen würde. «Das Ganze soll ja spannend bleiben.» Die Zeit in Thailand sei sehr anstrengend gewesen. Die Drehtage waren lang und das warme Klima habe sie schlecht vertragen. Am meisten vermisst habe sie das Schweizer Essen. «Ich habe eine regelrechte Reisphobie entwickelt», sagt sie und zeigt einmal mehr ihr ansteckendes Lachen. Die Frauen hätten sehr unterschiedliche Charaktere. Ziel sei immer gewesen, etwas Zeit mit dem Bachelor ohne Kamerabegleitung zu verbringen. Sie habe versucht, sich so gut wie möglich aus dem Zickenkrieg herauszuhalten, sagt Dragana. Doch die Emotionen seien sehr stark gewesen. «Ich habe so viel geheult, wie sonst in meinem ganzen Leben nicht.»

Männliche Berufswünsche und Hobbys

Dragana Baric ist sportlich. Ihr bevorzugtes Hobby ist Kickboxen. Dabei könne sie sich richtig auspowern und es sei nützlich: «Es kann nicht schaden, wenn eine Frau sich wehren kann.» Sie sei ohnehin in vielen Bereichen keine typische Frau und fühle sich eher zu männlichen Berufen hingezogen. Am liebsten wäre sie Polymechanikerin geworden, doch die Schulleistungen reichten dafür nicht aus. Sie fand im Detailhandel passende Stellen, zuerst bei einem Mobilfunkanbieter und später im «Media Markt». Nach der Zusage für den «Bachelor» habe sie den Job gekündigt. Seit ihrer Rückkehr aus Thailand arbeitet sie in einer Bar in der St. Galler Innenstadt. Auch hier habe sie mit Menschen zu tun, «das brauche ich».

Ein zweites Mal würde sie sich so ein Casting wohl nicht mehr antun, sagt sie rückblickend. «Doch es war eine Erfahrung, die ich für mein Leben nicht missen möchte.»

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