SPEICHER: 33 Jahre fürs Ruhen gesorgt

Dank Peter Baumgartner sind die Ruhebänke in der Gemeinde über eine lange Zeit hinweg bestens instand gehalten worden. Nun geht der gelernte Zimmermann in Pension.

Martin Hüsler
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Peter Baumgartner gibt Anweisungen, wie die frisch bemalten Bankbretter zu montieren sind. (Bild: HÜ)

Peter Baumgartner gibt Anweisungen, wie die frisch bemalten Bankbretter zu montieren sind. (Bild: HÜ)

Martin Hüsler

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Die kantonale Verordnung über die Einführung des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege weist in Ausserrhoden den Gemeinden die Instandstellung der Fuss- und Wanderwege zu. Darunter fallen gemäss Verordnungstext Entwässerungen, Einbau von Stufen, Massnahmen zur Sicherung von Anlagen und deren Benützung, Erneuerung von Brücken und Stegen sowie Behebung von Schäden als Folge von Naturereignissen. Nicht explizit auf­geführt, aber doch von grosser Wichtigkeit ist der Unterhalt der Ruhebänke. In Speicher hat diese Aufgabe seit 33 Jahren der ge­lernte Zimmermann Peter Baumgartner im Auftrag des Gemeinde­bauamtes innegehabt. Jetzt, da er das Pensionsalter erreicht hat, gibt er sie weiter.

Über 70 Bänke betreut

«Geniessen Sie die Zeit», steht auf den an den Speicherer Ruhebänken angebrachten Tafeln. Dass es ein Geniessen sein konnte, war Peter Baumgartner in all den Jahren ein stetes Anliegen. Manche Stunden hat er darauf verwendet, die über 70 Ruhebänke auf Speicherer Gemeindegebiet im Auge zu behalten und dort einzugreifen, wo Ausbesserungen nötig waren. «Vandalismus hat mir nur in ganz wenigen Fällen Arbeit aufgehalst. Vielmehr waren es Witterungseinflüsse oder natürliche Ab­nützung, die Reparaturen un­umgänglich machten», blickt er auf seine Tätigkeit zurück, einer ­Tätigkeit im Übrigen, die er im besten Einvernehmen mit Hans Vetsch und Niklaus Ledermann vom Gemeindebauamt ausübte.

Wenn es Bretter zu ersetzen gab, mussten die neuen vorerst be­malt werden, ehe man sie montieren konnte. Diese Malerarbeiten werden seit einigen Jahren im Waldheim Rehetobel ausgeführt. «An der Offa 2010 hat das Waldheim präsentiert, was in seinen Ateliers alles gemacht wird. Das hat mich auf die Idee gebracht, die Malerarbeiten dorthin aus­zulagern. Wird sind uns schnell einig geworden. Seither klappt das reibungslos», windet Peter Baumgartner den Waldheim-Leuten ein Kränzchen. So werden denn im Atelierbereich des Wohnheims Sonne unter der Leitung von Lucas Güntensperger die Bretter rot oder gelb gestrichen. Im Oktober kontrolliert Peter Baumgartner nochmals alle Ruhebänke, bevor dann sein Nachfolger für erhol­sames Ruhen sorgt. Wer es sein wird, ist noch nicht bestimmt.