Spass auf 1350 Metern Höhe

60 Schülerinnen und Schüler aus Bazenheid weilen vom 11. bis 23. Juli im Sommerlager in Obergesteln VS. Nach anfänglichem Regen, gefolgt von Schnee, schien später die Sonne im Oberwallis. Montag, 11. Juli: Um 8.

Pascale Lüthi
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Zum Sommerlager der Jubla Bazenheid gehören auch Wanderungen. (Bild: pd)

Zum Sommerlager der Jubla Bazenheid gehören auch Wanderungen. (Bild: pd)

60 Schülerinnen und Schüler aus Bazenheid weilen vom 11. bis 23. Juli im Sommerlager in Obergesteln VS. Nach anfänglichem Regen, gefolgt von Schnee, schien später die Sonne im Oberwallis.

Montag, 11. Juli: Um 8.30 Uhr besammelte sich die Jubla Bazenheid im Pfarreizentrum, um zusammen endlich ins Sommerlager 2016 zu starten. Nach einer kurzen Ansprache und dem Verteilen der Zeitreise-Brillen ging es weiter mit dem Reisesegen durch Albin Rutz. Punkt 10.07 Uhr starteten wir mit dem Zug unsere Reise nach Obergesteln. Nach mehrmaligem Umsteigen hatten wir unser Ziel erreicht. Kaum angekommen, ging es schon los mit dem ersten Spiel, dem Foto-OL, wobei die Kinder die Möglichkeit hatten, das Dorf Obergesteln und die Umgebung kennenzulernen. Im Lagerhaus angekommen, wurde zuerst das Zimmer eingerichtet, danach wurde uns von der Küche ein feiner Zvieri spendiert. Anschliessend wurde das Zimmer noch heimeliger gestaltet und das grosszügige Lagerhaus erkundet. Als wir die leckeren Portionen Schnipo genossen hatten, ging es auch schon mit dem Abendprogramm weiter. Dies wurde mit einer Vorstellung aller Gruppen gestaltet. Später wurden die überlebenswichtigen Regeln festgelegt. Am Anfang kamen die Vorschläge recht zögerlich, doch bis zum Schluss hatten wir eine ordentliche Anzahl Regeln aufgestellt. Als wir den Nachtimbiss verschlungen hatten, führte uns das 15er-Team eine mit ihrem ganzen Schauspieltalent ausgestattete Show vor. Am Schluss gingen wir glücklich und zufrieden mit DJ Kalis musikalischem Schlafprogramm ins Bett.

Dienstag, 12. Juli: Damit wir unsere Zeitreisemaschine noch ewig nutzen können, mussten wir in unserem Lager in jeder Zeit einen Gegenstand ergattern. Daher versammelten wir uns nach dem Frühstück alle um die Zeitreisemaschine, die uns dann in die Ritterzeit brachte. Doch das Abenteuer konnte erst nach dem Aufbau richtig beginnen, denn zuerst musste unser Lagerhaus dekoriert und mit einigen Spielfeldern, einem Pool und einer Fahne aufrüstet werden. Die coole Wasserrutsche, die so bald wie möglich getestet wurde, darf natürlich nicht vergessen werden.

Nach dem Mittagessen ging es dann endlich richtig los. Das erste Ritterturnier mit fünf verschiedenen Kategorien wurde angekündigt, und gemeinsam machte man sich bereit für den Kampf. Trotz des Regens blieben alle munter und kämpften gemeinsam um den dringend benötigten Gegenstand der Ritterzeit. Zurück im Lagerhaus gab es einen fruchtigen Zvieri, und alle waren froh, endlich wieder im trockenen zu sein.

Als Dank veranstalteten die Ritter aus der Ritterzeit einen Ball für die Jubla-Gemeinschaft und übergaben ihnen feierlich ihr Schwert als Belohnung. Dieses Schwert ist der erste kleine Schritt zur Unsterblichkeit der Zeitreisemaschine. Die Schar wurde wieder zurück ins Jahr 2016 befördert, und alle fielen zufrieden, aber erschöpft in ihr Bett. Das nächste Abenteuer in der Vergangenheit wartet bereits auf uns, so sind wir alle gespannt, in welcher Zeit wir morgen landen werden.

Mittwoch, 13. Juli: Gemeinsam reisten wir mit der Zeitmaschine zurück zu den Cowboys. Die Cowboys gaben uns einen Auftrag, um ein weiteres Teil für unsere Mission zu erhalten. Dafür mussten wir um 9.15 Uhr mit gepacktem Rucksack und wetterfester Bekleidung bereitstehen. Als wir erfuhren, dass der Auftrag einen langen Marsch voraussetzte, sank die Motivation. Doch kaum losgelaufen, stieg die Spannung aufs Ziel, und die Fragerei an die Leiter ging los. Das Leitungsteam hörte die Fragen «Wie wit isch's no?» oder «Simmer bald do?» bestimmt ein Dutzend Mal. Nach einem dreistündigen Aufstieg hatten wir bereits über 700 Höhenmeter bewältigt, und es wurde stetig windiger und kälter. Der atemberaubende Ausblick versank leider in einem riesigen Nebelmeer und auch wir Cowboys konnten den Nebel und den Wind nicht vertreiben. So ging die Wanderung über Stock und Schnee weiter und die Kinder erlebten eine eindrückliche Wanderroute mit Klettereinsätzen, «Fluss»-Überspringen und Schneeschuhlaufen. Danach kamen wir glücklich und erschöpft beim Grimselpass an, wo wir uns bei einer heissen Schokolade aufwärmten und unseren Lunch an der Wärme genossen.

Die Heimreise ins Lagerhaus traten wir per Postauto und Zug an, was die Stimmung enorm beflügelte. Nach einer warmen Dusche, welche dringend gebraucht wurde, hatten die Kinder Zeit für ein wenig Erholung. Zum Nachtessen gab es eine tüchtige Portion Älplermagronen und Apfelmus. Am Abend erholten wir uns bei einem Wellnessabend mit Maskenstation, Handpeeling, Massage und vielen Gesellschaftsspielen. Danach erhielten die Kinder die ersten Pakete von zu Hause und den erwarteten Gegenstand für die weitere Mission. Anschliessend reisten wir mit unserer Zeitmaschine retour ins Jahr 2016. Es freuten sich alle auf den kuscheligen Schlafsack und gingen ins Bett.