Spannende Langohren

Jugendnaturschutzgruppe Toggenburg

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Fledermausexperte René Güttinger erklärt den Kindern die Spezialität der fliegenden Säugetiere. (Bild: PD)

Fledermausexperte René Güttinger erklärt den Kindern die Spezialität der fliegenden Säugetiere. (Bild: PD)

Ziel des Maianlasses der Jugendnaturschutzgruppe Toggenburg (Juna) war die Kirche in Oberglatt bei Flawil. Wir wollten die Wochenstube der Langohren besichtigen. Etwa 100 dieser Fledermäuse haben ihr Sommerquartier im Dachstock der Kirche.

25 Kinder und Leiterinnen und Leiter warteten gespannt, so viele Fledermäuse zu sehen und Interessantes über die Lebens­weise dieser Fledermausart und Fledermäuse im Allgemeinen zu erfahren. Eine erste Gruppe der Kinder machte sich mit René Güttinger, Fledermausexperte, auf in den Dachstock der Kirche. Doch leider fanden sie den Dachstock leer vor. Die Langohren waren aufgrund des schlechten Wetters in der vorangegangenen Nacht nicht vom Futterrevier in die Wochenstube zurückgekehrt, sondern hatten sich in Felsritzen und Baumhöhlen verkrochen. Es war aber trotzdem eindrücklich, im Dunkeln des Dachstockes zu erfahren, warum die Langohren diesen Dachstock als Sommerquartier auswählen. Die andere Gruppe erfuhr in dieser Zeit, wie das Skelett einer Fledermaus aussieht, dass die kleinste Fledermaus der Schweiz so viel wiegt wie ein Würfelzucker, und wie lange die Arme der Kinder sein müssten, dass sie wie Fledermäuse fliegen könnten. Am Schluss erfuhren die Kinder von René Güttinger, wie die Forscher herausgefunden haben, welche Insekten die Langohren besonders gerne fressen – ein spannender Einblick in das Leben eines Fledermausforschers. Die Jugendnaturschutzgruppe Toggenburg dankt René Güttinger für die spannende und lehrreiche Exkursion. Für die finanzielle Unterstützung der Exkursion möchten wir der Raiffeisen Mittleres Toggenburg danken.

Barbara Grob