SOZIALTIP

Arbeitsplätze für Menschen mit speziellen Bedürfnissen Die Mitarbeitenden der Fachstelle Berufliche Integration begleiten die Lernenden, welche in der Ausbildungsstätte Auboden eine IV-finanzierte Ausbildung in den Bereichen Gärtnerei, Floristik, Küche, Hauswirtschaft und Hauswartung

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Die Gärtnerei ist ein Bereich in der Ausbildungsstätte Auboden, in denen Jugendliche mit Beeinträchtigung eine Ausbildung absolvieren können. (Bild: pd)

Die Gärtnerei ist ein Bereich in der Ausbildungsstätte Auboden, in denen Jugendliche mit Beeinträchtigung eine Ausbildung absolvieren können. (Bild: pd)

Arbeitsplätze für Menschen mit speziellen Bedürfnissen

Die Mitarbeitenden der Fachstelle Berufliche Integration begleiten die Lernenden, welche in der Ausbildungsstätte Auboden eine IV-finanzierte Ausbildung in den Bereichen Gärtnerei, Floristik, Küche, Hauswirtschaft und Hauswartung absolvieren. Sie organisieren Praktika im ersten Arbeitsmarkt und unterstützen mit ihrem Fachwissen und viel Netzwerkarbeit die Suche nach beruflichen Anschlussmöglichkeiten.

Der Name der Fachstelle Berufliche Integration ist Programm: Es geht darum, Jugendliche in einem für sie passenden beruflichen Umfeld zu integrieren. Integration vor oder statt Rente wird auch vom Bund und der IV gefordert. In Deutschland und Österreich bestehen Vorgaben für Betriebe; Quoten legen fest, wie hoch der Anteil der Beschäftigten mit Beeinträchtigung sein soll. In der Schweiz wird auf Freiwilligkeit und die Solidarität der Arbeitgebenden gebaut.

«Ich würde so gerne selbst mein Geld verdienen, ich möchte keine IV» ist die Aussage von Maria (Name geändert), einer jungen Frau, die in der Ausbildungsstätte Auboden die Lehre zur Praktikerin Hauswirtschaft PrA absolviert und nun hoch motiviert eine Anstellung sucht. Menschen mit einer Beeinträchtigung wollen ihre Fähigkeiten einbringen. Trotz engagierter und beharrlicher Stellensuche für die Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger wird es in wirtschaftlich härter werdenden Zeiten zunehmend schwierig, Arbeitgebende zu finden, die bereit sind, einen Schnupper- oder Integrationsarbeitsplatz anzubieten. Solidarität wird seltener, obwohl viele Arbeitgebende soziale Verantwortung tragen möchten. Gründe dafür sind Arbeits-, Produktions- und Zeitdruck oder es können keine personellen Ressourcen für die Einarbeitung zur Verfügung gestellt werden. Schnuppermöglichkeiten bilden jedoch die Grundvoraussetzung um festzustellen, ob die Lernenden – allenfalls mit einer etwas längeren Einarbeitungszeit – der Aufgabe gewachsen sind. Die IV unterstützt finanziell die Integration und stellt mittels Job-Coaching eine Begleitung während der Einarbeitung sicher. Im Idealfall ergibt sich sowohl für Arbeitgebende wie für Mitarbeitende mit Beeinträchtigung ein Gewinn. Gerne nimmt die Fachstelle Berufliche Integration Angebote für eine Arbeitsstelle, einen Nischenarbeits- oder Praktikumsplatz für junge Erwachsene mit speziellen Bedürfnissen entgegen.

Diana Wick und

Donato Tropiano

Telefon 071 378 60 10 berufsintegration@auboden.ch www.auboden.ch