Sozialbetrug leicht gemacht

Bereits seit September proben die Schauspielerinnen und Schauspieler des Theatervereins Toggenburg für ihr viertes Stück. Nun steht noch der Feinschliff an, bevor «Rente gut – alles gut» ab dem 15. März dem Publikum präsentiert wird.

Stefan Feuerstein
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Der Theaterverein Toggenburg tritt bei «Rente gut – alles gut» im Thurpark in Wattwil erstmals in Mundart auf. (Bild: Stefan Feuerstein)

Der Theaterverein Toggenburg tritt bei «Rente gut – alles gut» im Thurpark in Wattwil erstmals in Mundart auf. (Bild: Stefan Feuerstein)

WATTWIL. «Wir spürten bei den vergangenen Vorstellungen von unseren Zuschauern, dass sie uns gerne mal schweizerdeutsch spielen sehen würden», berichtet Christian Heeb, Regisseur des Theatervereins Toggenburg. «<Rente gut – alles gut> wählten wir aber nicht nur wegen der Sprache – das Stück ist sehr spielenswert, fürs Publikum unterhaltsam und für die Schauspieler auch herausfordernd.» Gerade die vielen kleinen Dialoge hätten ihre Tücken und forderten ein genaues Timing.

Reich dank Rentenbetrug

Im Zentrum der Handlung steht ein unbescholtener Angestellter, der seinen Job verliert und in der Folge anfangs zufällig, dann absichtlich Renten und Unterstützungsbeiträge ergaunert. Als eines Tages ein Beamter des Sozialamtes vor der Türe steht, beginnt eine Verwechslungs- und Verwandlungskomödie voller Wortwitz und verrückter Geschehnisse. Im Original von Michael Cooney, war «Cash on delivery» bereits auf zahlreichen Theaterbühnen und im Fernsehen ein Erfolg. «Die Zuschauer erwartet eine amüsante Komödie in zwei Akten, die viel Situationskomik zu bieten hat», erzählt Christian Heeb. «Dabei wollen wir uns als Gruppe zwischen dem modernen und dem Volkstheater plazieren – wir sind zwar Laien, wollen aber möglichst professionell sein.»

Einen Monat für Feinschliff

Noch steht für die insgesamt elf auftretenden Schauspielerinnen und Schauspieler eine intensive Zeit bevor. Nachdem Anfang Februar erstmals mit Kulisse geprobt werden konnte, folgten nun kürzlich jene mit Licht und Ton. «Einige Ausfälle haben die Proben leider etwas erschwert. Bis zur Vorstellung werden wir uns aber noch einige Zeit zum Einüben nehmen», so der Regisseur. Dafür steht dem Theaterverein noch rund ein Monat zur Verfügung. Dann werden die Schauspielerinnen und Schauspieler das Stück am Freitag, 15. März, ab 20.15 Uhr im Thurparksaal erstmals vor Publikum präsentieren – weitere Vorstellungen folgen am Samstag um 15 und 20.15 Uhr sowie am Sonntag um 18 Uhr. Wer nicht nur gute Unterhaltung geniessen möchte, hat jeweils vor beziehungsweise nach der Aufführung die Möglichkeit im Thurpark auch zu essen.

Nicht zuletzt sind die Vorstellungen auch Werbung in eigener Sache. «Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Wer möchte, kann gerne zum Verein stossen – da es aber selten genügend Rollen für alle Schauspieler gibt, kann ich leider keine Spielgarantie geben. Freude beim Schauspielern haben die insgesamt 30 Mitglieder unseres Vereins aber auf jeden Fall.»

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