Sortiment wird laufend erweitert

Seit dem 1. August führen Reto und Silvia Rust die ehemalige Metzgerei Scheiwiller unter ihrem Namen. Als erstes haben sie den Laden komplett umgebaut, sie setzen aber weiterhin auf die Regionalität.

Sabine Schmid
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Reto und Silvia Rust eröffnen am kommenden Wochenende den neuen Laden der Metzgerei im Sidwald. (Bild: Sabine Schmid)

Reto und Silvia Rust eröffnen am kommenden Wochenende den neuen Laden der Metzgerei im Sidwald. (Bild: Sabine Schmid)

NEU ST. JOHANN. Der Inhaberwechsel von Bruno und Margrith Scheiwiller zu Reto und Silvia Rust wurde bereits auf Anfang Monat vollzogen. Nun haben die jungen Geschäftsleute den Laden komplett umgebaut und modernisiert. Seit kurzem hängt auch der neue Name: Metzgerei Rust. «Wir werden unsere Kunden am kommenden Wochenende speziell willkommen heissen», sagen Reto und Silvia Rust.

Regionalität bleibt erhalten

Ausser dem Ladenlokal sei alles so geblieben wie es zuletzt unter Scheiwillers Führung war, erklärt Reto Rust. Die Produktionsräume sind gerade erst in diesem Frühling erneuert und mit modernster Technik ausgestattet worden und das Personal wurde von den neuen Inhabern übernommen.

Geblieben ist auch die Philosophie der Regionalität. «Wir werden weiterhin Fleisch aus dem Alpstein und dem Churfirstengebiet anbieten», sagt Reto Rust. Da er in seinem Geschäft im Sidwald über einen Schlachtraum verfügt, sind die Transportwege äusserst kurz. Wichtig sind dem eidgenössisch diplomierten Metzgermeister auch die direkten Kontakte, die er auf der einen Seite mit den Fleischlieferanten und auf der anderen Seite mit den Konsumenten pflegen kann.

Mehr Convenience-Produkte

Reto Rust versucht im Gespräch mit den Kunden herauszufinden, welche Produkte sich diese wünschen. So hat er erfahren, dass Gerichte von früher wie Siedfleisch sehr gerne gegessen werden. «Einige scheuen aber den Aufwand, für andere, vor allem Alleinstehende, lohnt er sich aber oftmals auch nicht», sagt er. Aus diesen Gründen will er vermehrt Produkte anbieten, die bereits gekocht und zubereitet und in Weckgläsern abgefüllt sind. Hier könne seine Frau Silvia ihr Know-how einbringen, die eine Ausbildung zur Köchin absolviert hat. Das Paar möchte auch Saucen und Dips selber herstellen und im Laden verkaufen. «Wir haben sehr viele Ideen, aber wir müssen diesen Geschäftsbereich zuerst aufbauen.»

Fachpersonen ausbilden

Reto Rust wird in seinem Geschäft auch Lehrlinge ausbilden. «Mein Ziel ist es, einen Lehrling in jedem Ausbildungsjahr zu haben», sagt er. Er wisse zwar, dass dies mit einem Mehraufwand verbunden ist, aber er nimmt diese Investition gerne vor. «Als Fachbetrieb bin ich selber auf gut ausgebildetes Fachpersonal angewiesen. Wenn es keine Lehrstellen mehr gibt, wird es irgendwann keine Fachpersonen mehr geben», sagt er. Er ist auch überzeugt, dass gute Mitarbeiter viel Potenzial haben, um das Sortiment zu erweitern. «Die Grundlage, die wir jetzt übernehmen konnten, ist gut. Aber wir dürfen nicht stehenbleiben», ist Reto Rust überzeugt.