«Sonneblick» reserviert 419 000 Franken für sich

Eines der zum «Sonneblick» Walzenhausen gehörenden Häuser soll einem Neubau weichen. Dazu braucht es finanzielle Unterstützung. Der Stiftungsrat Sonneblick hielt die gestrige Synode dazu an, 419 000 Franken im Moment nicht zu verplanen.

Roger Fuchs
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stein. Seit 1933 stellt sich der «Sonneblick» Walzenhausen in den Dienst der evangelischen Landeskirche. Immer wieder halten kirchliche Gruppierungen im «Sonneblick» Tagungen ab. Doch die Auslastung ist unbefriedigend. Mittels gezielter Marketingmassnahmen will der Stiftungsrat Sonneblick dies ändern. Externe Erhebungen hätten gezeigt, dass ein Markt bestünde, sagte Fredi Züst, Stiftungsratspräsident, gegenüber den Synodalen. Zudem erfuhren diese von der Baufälligkeit des Hauses 2, dem Gründerhaus.

Aus feuerpolizeilichen Gründen sei besagtes Objekt am Ende seiner Lebensdauer. Abklärungen hätten ergeben, dass ein Neubau wirtschaftlicher sei als eine teure Sanierung.

Auf Unterstützung hoffen

Ein Neubauprojekt inklusive Zufahrt würde aus heutiger Sicht Kosten von 3 bis 3,5 Mio. Franken verursachen. Eine Million kann man gemäss Züst selbst verzinsen, für den Restbetrag ist man auf Unterstützung angewiesen.

Konkret haben die «Sonneblick»-Verantwortlichen dabei einen Betrag in der Höhe von 419 000 Franken im Visier – Geld, das die Synode beider Appenzell seinerzeit fürs Schloss Wartensee gesprochen habe, das mit dem beabsichtigten Verkauf des Schlosses aber wieder an die Evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell zurückgeflossen sei, so Fredi Züst.

Geld nicht anders verplanen

Der Stiftungsratspräsident bat, dieses Geld vorläufig nicht anders zu verplanen, bis im Herbst ein konkretes Finanzierungsgesuch vorliege. Synodalmitglied und Pfarrer Johannes Stäubli machte sodann seinem Ärger Luft. Woher man von diesem Geld wisse? Von der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche St. Gallen, so Züst.

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