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Zuviel Sonne ist schlecht fürs Geschäft

Das Jahr 2018 bescherte der Appenzeller Schaukäserei AG einen Verlust. Ob daran neben dem heissen Wetter auch der erstmalig erhobene Eintrittspreis schuld ist, kann nicht eruiert werden.
Karin Erni
Ralph Böse, Geschäftsführer der Appenzeller Schaukäserei, präsentiert den Geschäftsbericht 2018. (Bild: Karin Erni)

Ralph Böse, Geschäftsführer der Appenzeller Schaukäserei, präsentiert den Geschäftsbericht 2018. (Bild: Karin Erni)

Der neu gestaltete Schaubereich der Appenzeller Schaukäserei in Stein kommt bei den Besuchern gut an. Dies zeigen Kommentare und Bewertungen im Internet, die Geschäftsführer Ralph Böse an der 43. Generalversammlung präsentierte. Insgesamt 42000 Besucher hatten die neue Erlebnisausstellung 2018 frequentiert. Wie viele es in den Jahren zuvor gewesen waren, kann nicht gesagt werden, da diese Zahl früher nicht erfasst wurde.

Dass für die Schaukäserei nach 40 Jahren Gratiseintritt nun Eintrittsgeld bezahlt werden muss, gefällt allerdings nicht allen Gästen. So seien die preissensitiven Bustouristen aus Deutschland fast komplett weggeblieben, sagte Böse. Gegenüber dem starken Betriebsjahr 2017 musste ein Besucherrückgang von 20 Prozent hingenommen werden. Zusätzlich negativ habe sich der lange und heisse Sommer ausgewirkt. «Während Bergbahnen und Freibäder Rekordzahlen schrieben, wurden Museen und andere Indoor-Erlebnisse eher gemieden.»

Unterschiedliche Bereichsresultate

Präsident Niklaus Fässler sagte, man sei 2018 mit einem blauen Auge davongekommen. Ausser beim Dienstleistungserlös hätte es überall einen Rückgang gegeben. Das Umsatzziel von 390000 Franken bei den Besuchereintritten sei eindeutig zu optimistisch kalkuliert worden. Der effektive Umsatz von 168 000 Franken blieb satte 56,6 Prozent darunter. Die Bereiche schlossen unterschiedlich ab. Die öffentlichen Führungen konnten das Umsatzziel von 90000 Franken um fast 50 Prozent übertreffen. Das Restaurant hatte lediglich einen Besucherrückgang von neun Prozent zu verzeichnen. Es verfehlte dank vermehrter Ausrichtung auf Individualgäste und der Durchführung von Events das Umsatzziel nur knapp.

Statt des erwarteten Gewinns von rund 15000 Franken schloss die Rechnung 2018 mit einem Verlust von knapp 27000 Franken. Die anwesenden Aktionäre genehmigten die Rechnung einstimmig. Der sechsköpfige Verwaltungsrat wurde in globo wiedergewählt und Präsident Niklaus Fässler für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Kosten optimieren und Angebote ausbauen

Die Appenzeller Schaukäserei AG will am kostenpflichtigen Eintritt festhalten. Die anderen grossen Schaukäsereien wie die des Emmentalers und Greyerzers hätten erfolgreich den gleichen Weg gewählt. Der Schaubereich soll weiterentwickelt und vermehrt auf eine internationale Kundschaft ausgerichtet werden. Mit verstärkten Marketinganstrengungen und dem neuen Angebot «Buslight» hofft man, die verlorenen Busgäste wieder zurückgewinnen zu können. Zudem ist geplant, den Bereich Social Media und das Online-Marketing ausbauen.

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