Sonderegger-Fonds ändert Vergabekriterien

Der «Dr. Emilie W. Sonderegger-Fonds» verteilt Stipendiengelder. Neu nicht mehr nur an Studierende mit einer gymnasialen Matura und Berufsleute. Die Landesschulkommission hat das Fonds-Reglement überarbeitet.

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Innerrhoden. In ihrem Testament vom 8. September 1976 hat die in Chula Vista in den USA wohnhaft gewesene Emilie W. Sonderegger, Bürgerin von Oberegg, mit letztwilliger Verfügung eine Stiftung nach US-amerikanischem Recht errichtet. Gemäss diesem Testament soll die Stiftung nach dem Tod der Erblasserin und ihrer Geschwister die Mittel für die Finanzierung einer «Dr. Emilie W. Sonderegger Scholarship» bereitstellen.

Das Stipendium soll «würdigen» Studierenden aus Appenzell Innerrhoden oder aus Gemeinden in der Nachbarschaft von Appenzell dienen. Die Verwaltung der «Dr. Emilie W. Sonderegger-Stiftung» in San Diego hat dem Erziehungsdepartement von Appenzell Innerrhoden die Stiftungserträge der ersten Jahre zur Verwendung übergeben. Wie die Landesschulkommission schreibt, beträgt der aktuelle Fondsbestand rund 120 000 Franken.

Die Landesschulkommission hat im Jahre 1997 ein Reglement über die Verwaltung des «Dr. Emilie W. Sonderegger-Fonds» erlassen. Nun werden einzelne Bestimmungen dieses Reglements revidiert.

In der bisherigen Fassung wurden Fondsmittel bereitgehalten für Universitätsstudien und Sprachkurse in den USA und auf den Britischen Inseln. Diese territoriale Beschränkung hat sich als zu eng erwiesen, da immer mehr junge Innerrhoderinnen und Innerrhoder ihre Auslandsemester oder Sprachschulen auch in Kanada oder Australien verbringen.

Wie die Landesschulkommission schreibt, hat sie am 23. Juni 2010 eine entsprechende Änderung des Reglementes genehmigt.

In der bisherigen Fassung waren die Fondsmittel zudem für Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre oder einer gymnasialen Matura reserviert. Diese Bestimmung umfasste die mittlerweile angebotenen weiteren Abschlüsse auf der Sekundarstufe II, wie Wirtschafts- und Fachmittelschulen, nicht.

Die Landesschulkommission hat die Fondsmittel nunmehr für alle Personen zugänglich gemacht, welche einen Abschluss auf der Ebene der Sekundarstufe II erworben haben. Angesichts ausbleibender Fondserträgnisse hat die Landesschulkommission beschliessen müssen, die maximale Ausschüttung an eine Einzelperson auf 5000 Franken pro Jahr zu limitieren. (pd)

Das Reglement kann eingesehen und heruntergeladen werden unter: www.ai.ch/de/bildung/schulservicered/bildungstipendien/

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