Sommersport bei Winterwetter

Am Sonntag führte der Minigolfclub Churfirsten auf der Anlage Badi ein nationales Turnier durch, bei dem sich hochkarätige Spielerinnen und Spieler massen. Sie nutzten diesen Anlass als Training für die folgende Meisterschaftsrunde.

Sabine Schmid
Drucken
Teilen
Die Minigolf-Spieler trotzten der nasskalten Witterung und zeigten zum Teil sehr gute Ergebnisse auf der Anlage Badi in Wattwil. (Bild: Sabine Schmid)

Die Minigolf-Spieler trotzten der nasskalten Witterung und zeigten zum Teil sehr gute Ergebnisse auf der Anlage Badi in Wattwil. (Bild: Sabine Schmid)

MINIGOLF. Mit dem, was Laien auf der Minigolf-Anlage erleben, hatte das am Sonntag Gezeigte nur wenig zu tun. In Dreiergruppen machten sich die Spielerinnen und Spieler auf den Parcours. Bei der ersten Bahn hatten sie eine Minute Zeit, um die jeweiligen Verhältnisse zu prüfen, dann galt es ernst. Und wer sich bei dieser Bahn nicht eine Eins schreiben lassen konnte, hatte es in der Folge schwierig. «Die Bahn muss mit Gummischabern trocken gewischt werden. Zudem ist es kalt und windig. Das wirkt sich auf die Bande aus, die kälter wird und somit anders anzuspielen ist. Zudem wird die Wahl des Balls schwieriger», beschrieb Turnierleiter Herbert Schweizer vom Minigolfclub Churfirsten die grössten Herausforderungen für die Spieler.

Gute Laune trotz Regen

Diese liessen sich von der winterlichen Witterung die gute Laune nicht verderben. Wer nicht auf der Runde war, wärmte sich mit heissen Getränken auf. Und auf der Runde waren die 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer so konzentriert, dass sie die Kälte nicht zu spüren schienen. Allen voran Michel Rhyn. Gleich in der ersten Runde egalisierte er den Bahnrekord von 25 Schlägen. «Angesichts der widrigen Wetterumstände ist diese Leistung sehr hoch einzuschätzen», attestierte Herbert Schweizer. Die zweite Runde beendete Michel Rhyn mit 27 Schlägen, die geplante dritte Runde fiel buchstäblich ins Wasser. Trotzdem konnte sich der Oltener als Tagessieger feiern lassen. Bei den Damen gewann die Schweizer Nummer eins, Yvonne Klukas aus Burgdorf. Bei den Jugendlichen ging der Sieg ebenfalls nach Burgdorf, nämlich an Jan Anderegg.

Dritter Rang für Helfenstein

Einen Erfolg konnten die Einheimischen feiern: Helen Helfenstein klassierte sich bei den Seniorinnen auf dem dritten Rang. Die beiden anderen Wattwiler Minigolfspieler spielten in der Kategorie Senioren mit. Diese wurde vom Tessiner Pino Longo dominiert. Herbert Schweizer beendete das Turnier auf dem 19. Rang, sein Clubkollege André Graber wurde 23. Nebst der Einzelwertung gab es auch einen Mannschaftswettkampf, an dem zwölf Mannschaften mitmachten. In diesem setzte sich Olten vor Amriswil und Burgdorf 1 durch.

Bereit für die Meisterschaft

Das Turnier des Minigolfclubs Churfirsten war, trotz des schlechten Wetters, gut besucht. «Viele der Spieler nutzten die Gelegenheit, um die Anlage für die bevorstehende Meisterschaftsrunde kennen zu lernen», erklärte Herbert Schweizer das Interesse. Am Sonntag, 6. Mai, trifft sich die Schweizer Minigolf-Szene nochmals in Wattwil, um die zweite Runde der Mannschaftsmeisterschaft auszuspielen. Dass für diesen Anlass alles bereit ist, haben die Mitglieder des Minigolfclubs bei der Hauptprobe bewiesen. Nur hoffen sie, dass im Mai auch der Wettergott ein Einsehen hat.

Aktuelle Nachrichten